Corona-Belastungen fließen ab 2025 in Bilanz ein

Das gute Jahresergebnis 2021 beinhaltet indirekt bereits deutliche coronabedingte Finanzbelastungen in Höhe von rund 77 Mio. Euro. Lediglich wegen der Vorgaben der Landesregierung mussten diese Aufwendungen außerhalb der originären Haushaltsrechnung dargestellt werden und sorgen somit zeitversetzt für entsprechende Haushaltsbelastungen ab dem Jahr 2025.
Uneingeschränkt positiv zu werten ist die angehobene Bundesbeteiligung an den Kosten für die Unterkunft Leistungsberechtigter nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch. Das führte zu einer Verbesserung von rund 42 Mio. Euro. Auch hat die Veräußerung von Grundstücken im Rahmen der aktuellen Preisentwicklungen einen Deckungsbeitrag von fast 20 Mio. Euro erbracht.
Stadtdirektor und Stadtkämmerer Martin Murrack: „Das außerordentlich gute Jahresergebnis belegt die Erfolge der Duisburger Bemühungen, baldmöglichst wieder solide Stadtfinanzen zu erreichen. Die ursprüngliche Haushaltsplanung wurde bei Weitem übertroffen und hat zu einer Reduzierung des negativen Eigenkapitals auf nur noch 15,1 Millionen Euro geführt. Damit dürfte der Haushaltsgenehmigung seitens der Aufsichtsbehörde für das Haushaltsjahr 2022 nichts mehr im Wege stehen.“

„Bei allem Stolz über das herausragende Jahresergebnis werde ich nicht müde zu fordern, dass Bund und Land die Städte bei einer Altschuldenlösung unterstützen müssen“, sagt Martin Murrack. Eine Milliarde Euro Restschulden sind angesichts der aktuellen Inflationsentwicklung und dem gestiegenen Risiko einer Zinsanhebung eine Belastung, die das Potenzial hat, die Sparerfolge der vergangenen Jahre wieder aufzufressen.“
Stadt Duisburg
Fotos: Petra Grünendahl
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