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Nach Restaurierung: Scherbenmosaik „Stolpersteine“ zurück am Duisburger Hauptbahnhof

Nach über drei Jahren ist das Scherbenmosaik „Hier wohnten sie 1933-1945 Stolpersteine“ an seinen ursprünglichen Platz am Ostausgang des Duisburger Hauptbahnhofes zurückgekehrt. Die aufwendige Restaurierung ist abgeschlossen – ebenso Baumaßnahmen vor dem Hauptbahnhof, die eine längere Einlagerung des Mahnmals erforderlich machten. Foto: Tanja Pickartz / Stadt Duisburg.
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Wer den Duisburger Hauptbahnhof durch den Ostausgang betritt, hat es sofort bemerkt: Das in den Boden eingelassene Mahnmal „Hier wohnten sie 1933 – 1945 Stolpersteine“ hat nach rund drei Jahren wieder seinen ursprünglichen Platz eingenommen. Im Zuge der Bauarbeiten am Hauptbahnhof musste das Relief im Oktober 2021 vorsorglich entfernt und eingelagert werden. Eine aufwändige Restaurierung durch die Firma „Die Schmiede“ hat seither Schäden durch Vandalismus sowie starke Verschmutzungen beseitigt.

„Das Stolperstein-Mosaik erinnert sichtbar an das unfassbare Leid, das verfolgten Duisburgern während der NS-Zeit zugefügt wurde. Als Stadt bekennen wir uns klar zu unserer historischen Verantwortung und setzen ein dauerhaftes Zeichen gegen Antisemitismus und für eine offene Gesellschaft. Deshalb ist es richtig und wichtig, dass das Mahnmal an diesem viel frequentierten Platz zurückgekehrt ist“, sagt Oberbürgermeister Sören Link.

Das großformatige Scherbenmosaik wurde im Jahr 2002 von Stolperstein-Künstler Gunter Demnig in kurzer Zeit geschaffen – jedoch nicht allein. Es war ein dreitägiges Schulprojekt, an dem sich Schülerinnen des Sophie-Scholl-Berufskollegs aus Marxloh sowie Jugendliche der jüdischen Gemeinde Duisburg, Mülheim und Oberhausen beteiligten. Auch die städtische SchulKulturKontaktstelle war involviert.

Die Geschichte der „Stolpersteine“ von Gunter Demnig begann in Duisburg mit dem Künstler-Schüler-Mosaik „HIER WOHNTEN SIE – DUISBURG 1933-45 – STOLPERSTEINE“. Das Mosaik liegt am Ostausgang des Hauptbahnhofs. Foto: Tanja Pickartz / Stadt Duisburg.
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Das über drei Meter große Bodenrelief besteht aus 40 Einzelplatten, die zusammen eine Stadtkarte von Duisburg ergeben. Eingelassen sind 468 glänzende, quadratische Messingmarkierungen – die Stolpersteine. Sie symbolisieren jüdische Haushalte, deren Bewohner zwischen 1933 und 1945 vom NS-Regime verfolgt, deportiert und vielfach ermordet wurden. Eine seitlich angebrachte Legendentafel aus Messing nennt die zugehörigen Straßennamen. „Wir halten die dauerhafte und kontinuierliche Erinnerung an die Opfer wach und setzen mit dem Mahnmal ein sichtbares Zeichen mitten in unserer Stadt gegen Antisemitismus und Faschismus“, ordnet Kulturdezernentin Linda Wagner ein.

Duisburg war 2003 die erste Stadt im Ruhrgebiet, die sich dem europaweiten Stolperstein-Projekt von Gunter Demnig anschloss. Der Künstler macht seit Jahrzehnten das Schicksal der NS-Verfolgten sichtbar, indem vor deren ehemaligen Wohnorten Pflastersteine mit eingestanzten Messingplatten verlegt – versehen mit Namen, Geburtsdatum und bekannten biografischen Daten. Mittlerweile liegen mehr als 116.000 Stolpersteine in über 1.860 Kommunen in 31 europäischen Ländern – die meisten davon in Deutschland. Allein in Duisburg sind es inzwischen über 300 Stolpersteine.
Stadt Duisburg
Foto: Tanja Pickartz / Stadt Duisburg

 

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