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Theater Duisburg präsentiert neues Schauspiel-Programm für die Spielzeit 2025/26

Programmvorstellung der neuen Spielzeit Schauspiel 2025/26. v.l.: Antonia Silberkuhl, Verwaltung Theater, Michael Steindl, Intendant Schauspiel und Katharina Böhrke, Spieltrieb. Foto: Tanja Pickartz / Stadt Duisburg.
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Kurz vor dem Ende der erfolgreichen Spielzeit 2024/25 stellten heute Kulturdezernentin Linda Wagner, die Verwaltungsleiterin des Theaters Duisburg, Antonina Silberkuhl, sowie Schauspiel-Intendant Michael Steindl das Programm für die kommende Spielzeit 2025/26 vor. Das Schauspiel in Duisburg präsentiert erneut ein vielfältiges und reichhaltiges Programm – trotz der notwendigen Baumaßnahmen an dem traditionsreichen Haus, die zu einem verspäteten Spielzeitbeginn führen.

Gestartet wird mit einer eigenen Premiere im Großen Haus. Am 13. November hebt sich der Vorhang für „Der gute Mensch von Sezuan“. Mit Brechts Parabelstück feiert „Spieltrieb – Jugendclub im Theater Duisburg“ seinen 20. Geburtstag. Regie führt Damira Schumacher, die 2005 bei der allerersten Spieltrieb-Premiere „Der Glöckner von Notre Dame“ selbst auf der
Bühne stand.

Als erstes großes Gastspiel kommt das Berliner Ensemble im Dezember mit „It’s Britney, Bitch!“ von Lena Brasch und Sina Martens. Darüber hinaus beschert das traditionsreiche Theater am Schiffbauerdamm dem THEATERTREFFEN eine „Brecht-Klammer“. Das Thema der Duisburger Akzente 2026 lautet „Begegnungen – was uns trennt und was uns verbindet“.

Dabei spiegeln sich auch die gesellschaftlichen Risse wider, die unsere Gegenwart prägen: die Asyl-Debatte, die Klima-Krise, Fake News und das Erstarken rechter Positionen. Der Vergleich zur deutschen Geschichte vor hundert Jahren, dem Zeitalter Brechts, ist dabei nicht zufällig.

Programmvorstellung der neuen Spielzeit Schauspiel 2025/26. Foto: Tanja Pickartz / Stadt Duisburg.
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Das Berliner Ensemble eröffnet und beschließt das THEATERTREFFEN 2026 mit seinen Produktionen „Fremder als der Mond“ und „Brechts Gespenster“: Katharina Mehrling, Paul Herwig und Suse Wächter nähern sich auf besondere Weise mit Mitteln der Revue und des Figurentheaters der Person Brechts, seiner Zeit und seinen Gedanken. Weitere Highlights im Rahmen des THEATERTREFFENs: die Schweizer Figurentheater-Formation MUMMENSCHANZ, die mit ihrer Jubiläums-Produktion „50 Years“ erneut im Theater Duisburg Station macht, und „Bandscheibenvorfall – Ein Abend für Leute mit Haltungsschäden“ von Ingrid Lausund als Gastspiel des Staatsschauspiels Dresden.

Dazu reihen sich noch Gastspiele des Hessischen Landestheaters Marburg, das mit Rebekka Kricheldorfs „Die Guten“ und „Eine Arbeiterin. Leben, Alter und Sterben“ nach dem Essay von Didier Eribon nach Duisburg kommt, und des Westfälischen Landestheaters Castrop-Rauxel, das neben „Arsène Lupin Der Gentleman-Gauner“ mit „Cabaret“ und „Respect! Die Würde des Menschen ist unantastbar. Eine Rockshow“ musikalische Akzente in der kommenden Spielzeit setzt.

Einen besonderen Höhenpunkt verspricht die deutschsprachige Erstaufführung von „Hannah Arendt Denken in finsteren Zeiten“ im Mai 2026 ein besonderer Höhepunkt. In der Inszenierung von Tom Kühnel, die vom Thalia Theater Hamburg nach Duisburg kommt, spielt Corinna Harfouch die Hannah Arendt.

Fester Bestandteil des Programms bleiben das Maskentheater von FAMILIE FLÖZ sowie das Figurentheater für Erwachsene mit Live-Musik von Bühne Cipolla. Beide feiern in der nächsten Spielzeit mit neuen Stücken in Duisburg Premiere: FAMILIE FLÖZ mit „FINALE (eine Ouvertüre)“ und Bühne Cipolla mit „Und dann und wann ein weißer Elefant“ nach den Gedichten Rainer Maria Rilkes. Außerdem im Premierenreigen dabei: Dirk Schäfer mit seiner musikalisch-literarischen Auseinandersetzung zum Thema Kolonialismus „Salto Cannibale“, die Erstaufführung des wiederentdeckten Romans „Viermal ICH“ der langen Zeit vergessenen jüdischen Schriftstellerin Maria Lazar, Kleists „Der zerbrochene Krug“ und „Gi3F (Gott ist drei Frauen)“ von Kiki Miru Miroslava Svolikova.

Programmvorstellung der neuen Spielzeit Schauspiel 2025/26. Foto: Tanja Pickartz / Stadt Duisburg.
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Im Zuge des THEATERTREFFENs feiert „und im Blau zu verschwinden“ Premiere. Eine besondere Begegnung mit der Schriftstellerin Zsuzsa Bánk, inspiriert von ihrem Roman „Sterben im Sommer“. Außerdem wird auch die zweite Spieltrieb-Premiere der nächsten Spielzeit im März ihre erste Aufführung erleben: „Ein Zimmer für sich allein“. Schauspielerin Sina Ebell lädt junge Menschen ein, sich unter ihrer Anleitung mit Virginia Woolfs berühmten Essay theatral auseinanderzusetzen. Kennenlerntag für dieses Projekt ist am Samstag, 15. November 2025.

Für die junge Generation gibt es auch wieder viel Programm. Als Weihnachtsmärchen wird „Der Lebkuchenmann“ von David Wood als Gastspiel des Hessischen Landestheaters Marburg präsentiert und am Ostersamstag gibt es ein Wiedersehen mit den „Drei ???-Kids“ vom Westfälischen Landestheater Castrop-Rauxel.

Im November eröffnet das Spielartenfestival im FOYER III mit „in liebe,“ eine Stückentwicklung des freien Kölner Theaters c.t.201 zum Thema „Ehrenmord“. Ein Highlight wird im Dezember „Monsterrrr!“ von TOBOSO mit Trygve Wakenshaw sein. Der neuseeländische Performance-Künstler begeistert sein Publikum weltweit mit Solo-Shows, in denen er auf einzigartige Weise Pantomime, Physical Comedy und frechen Blödsinn mischt.

An den überwältigenden Erfolg von „Stabil, Habibi!“ soll ein weiteres Theaterstück, das das Schauspiel Duisburg in enger Zusammenarbeit mit Duisburger Schulklassen produziert. „Digga, was das??“ von Theaterpädagogin Katharina Böhrke wird sich um Themen wie Love-Vibes, Crushes, Nacktbilder und das wichtige Wort NEIN drehen.

Insgesamt stehen zehn Premieren auf dem Programm, ergänzt durch 24 Wiederaufnahmen. In der kommenden Schauspielsaison 2025/26 können die Besucher aus 52 unterschiedlichen Titeln wählen. Weitere Informationen und Programmhighlights gibt es nachzulesen auf www.theater-duisburg.de.

Der Vorverkauf für die Spielzeit 2025/26 hat begonnen: Karten gibt es unter www.theater-duisburg.de, telefonisch unter 0203 / 283 62100 und an der Theaterkasse am Opernplatz.
Schauspiel Duisburg

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