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„Interessierte sind eingeladen nach Duisburg zu kommen und die Einzigartigkeit, die Vielfalt und den besonderen Wert von Denkmälern in unserer Stadt kennenzulernen“, so der zuständige Beigeordnete Michael Rüscher. „Zu entdecken gibt es Bauwerke aus verschiedenen Epochen, die Geschichte erlebbar machen: von der mittelalterlichen Stadtmauer über imposante Industriedenkmäler wie den Landschaftspark Duisburg-Nord oder die Plange Mühle in Homberg bis hin zu außergewöhnlichen Bauten der Nachkriegszeit wie dem Lehmbruck Museum mit seiner einzigartigen Architektur.“
Besucher können auch herausfinden, welche Chancen und Herausforderungen es im Umgang mit historischen Bauten gibt und wie der Spagat zwischen Tradition und Fortschritt gelingen kann. Dazu gibt es ein abwechslungsreiches und spannendes Programm mit Führungen, Ausstellungen, Konzerten, Workshops, Vorträgen und vielem mehr.

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Sicherlich kann die Bewahrung von historischer Bausubstanz herausfordernd sein: „Denkmalprojekte erfordern viel Sorgfalt in der Planung und Umsetzung. Dabei müssen ökologische und wirtschaftliche Erwägungen und Denkmalschutz nicht zwingend im Gegensatz zu einander stehen. Wer Denkmäler schützt, bewahrt kulturelles Erbe für nachfolgende Generationen. Insbesondere Eigentümer leisten mit ihrem unermüdlichen Einsatz für ihre Denkmäler einen wichtigen Beitrag“, so Julia Nückel von der Unteren Denkmalbehörde.
Veranstaltungshighlights
Die Plange Mühle Homberg bildet mit ihren aufragenden Mühlen- und Silogebäuden eine prägnante städtebauliche Landmarke an der Homberger Rheinfront. Das sogenannte Fabrikschloss, die ehemalige industrielle Getreidemühle, wird aktuell aufwendig saniert und zu einem Wohn- und Gewerbeensemble umgebaut. Das Projekt bewahrt die historische Architektur, verbindet sie mit modernen Nutzungskonzepten und macht Industriekultur so neu erlebbar. Interessierte erhalten die Gelegenheit, die erstaunliche Transformation des Fabrikschlosses bei Führungen mitzuerleben.
Auch das Schwelgernstadion in Hamborn öffnet seine Tore. Zur Eröffnung am 20. September 1925 strömten 30.000 Menschen in das neue Stadion. In den folgenden Jahren wurde das Stadion nicht nur für zahlreiche Sportveranstaltungen wie Fußball, Radrennen, Leichtathletik oder Boxen, sondern auch als Bühne für politische Inszenierungen und Schauvorführungen genutzt. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens präsentiert der Heimatverein Hamborn e. V. an diesem Tag ein spannendes Programm rund um das Schwelgernstadion und die Geschichte(n) dieses historischen Ortes.
Die Stadtmauer ist eines der bedeutendsten Denkmäler in Duisburg und für die Geschichte der Stadt unschätzbar wertvoll. Die mittelalterliche Befestigungsanlage verbindet zentrale Orte in der Innenstadt miteinander. Besucher sind am 14. September eingeladen, an einem geführten Spaziergang entlang der Duisburger Stadtmauer teilzunehmen. Dabei wird auf die Bedeutung und den Wert des Bau- und Bodendenkmals sowie die Herausforderungen im Umgang mit diesem besonderen Bauwerk eingegangen. Zudem werden neue Erkenntnisse über die Entstehungszeit der Stadtmauer, deren Entwicklung und spätere Einbindung in die städtische Bebauung vermittelt.
Mit dem Landesarchiv NRW öffnet ein weiteres imposantes Baudenkmal in Duisburg und einer der größten Archivbauten Europas seine Türen. Bei spannenden Entdeckungstouren durch den ehemaligen Getreidespeicher am Innenhafen und Workshops erhalten Besuchende Einblicke in die Arbeit des Landesarchivs und in die (Auf-)Bewahrung von unterschiedlichsten Archivalien aus 1200 Jahren rheinischer Geschichte.
Der Landschaftspark Duisburg-Nord zählt zu den beliebtesten Natur- und Kulturlandschaften in NRW. Hier verbinden sich Industriekultur, Natur und Lichtkunst zu einer einzigartigen Parklandschaft. Zum Denkmaltag öffnet der Landschaftspark Duisburg-Nord den Koksbrechturm für Besichtigungen und neue Blickwinkel auf Hüttenwerk und Gartendenkmal. Mitarbeitende des Landschaftsparks und Guides beantworten Fragen zur Industriegeschichte und zum Gartendenkmal, erläutern die Entstehungsgeschichte der Sintergärten und Hintergründe zu Windrad und Wasserpfad.
Diese und viele weitere Denkmäler in Duisburg laden am Tag des offenen Denkmals® zum Besuch ein und ermöglichen erstaunliche Einblicke in Geschichte, Architektur, Handwerk und Kunst sowie verschiedene Perspektiven auf Denkmalschutz und Denkmalpflege.
Eine Übersicht über die geöffneten Denkmäler in Duisburg bietet das Programmheft (hier zum Downloas). Weitere Informationen sind online abrufbar unter www.duisburg.de/tag_des_offenen_denkmals. Das bundesweite Programm ist auf der Website der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und über die App zum Tag des offenen Denkmals® abrufbar.
Tag des offenen Denkmals®
Seit 1993 wird der Tag des offenen Denkmals® bundesweit von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordiniert und ist eine geschützte Marke der Stiftung. Der Aktionstag findet jedes Jahr am zweiten Sonntag im September unter einem anderen Motto statt. Tausende Denkmäler in ganz Deutschland öffnen an diesem Tag ihre Türen für Kultur- und Denkmalinteressierte. Vor Ort wird der Aktionstag von vielen Veranstaltenden – Denkmaleigentümern, Denkmalforschern und -pflegern, Vereinen und Initiativen – gestaltet. Die Veranstaltung möchte ein breites Publikum ansprechen und begeistern. Mit jährlich Millionen Besuchern handelt es sich um die größte Kulturveranstaltung Deutschlands.
Stadt Duisburg
Foto: Tanja Pickartz / Stadt Duisburg
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