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Diese Tatsache ist nun für jedermann am DGB-Haus Stapeltor 17-19 unübersehbar. Die Gewerkschaft – unmittelbare Nachbarin der AWO – macht auf diesen skandalösen Zustand mit einem großflächigen Transparent am Gewerkschaftshaus aufmerksam.
„Alle Beschäftigten der AWO verdienen faire Arbeitsbedingungen und eine tarifliche Absicherung“, erklärt Gewerkschaftssekretärin Elisa Cohnen und betont: „Es darf keine Zwei-Klassen-Belegschaft geben!“
Der aktuelle Zustand sei umso skandalöser, weil die AWO selbst aus der Tradition der Arbeiterbewegung stammt, findet ver.di-Bezirksgeschäftsführer Matthias Baumann: „Der Schutz von Beschäftigten durch Tarifverträge gehört zu den wichtigsten Errungenschaften der Gewerkschafts- und Arbeiterbewegung. Vielleicht sollte die AWO-Chefetage mal einen Blick in die eigene Verbandsgeschichte und ihr Grundprogramm werfen“, rät Baumann.
Dort bekennt sich die AWO ausdrücklich zur Tarifbindung und zur Zusammenarbeit mit Gewerkschaften. Konkret heißt es dort: „Kein Arbeitsverhältnis mit der AWO soll ohne Anbindung an einen Tarifvertrag mit einer Gewerkschaft des Deutschen Gewerkschaftsbundes geschlossen werden.“
„Die Duisburger AWO macht das glatte Gegenteil: Weder gibt es durchgehende Tarifbindung, noch sind die AWO-Chefs zur Zusammenarbeit mit uns bereit, um diesen Zustand zu beenden. Das ist ein handfester Skandal“, stellt Baumann fest. Dennoch bleibt die Gewerkschaft weiter gesprächsbereit, um auch für die beiden tariflosen AWO-Töchter entsprechende Regelungen abzuschließen.
„Unser Ziel ist eine faire, transparente und verbindliche Lösung für alle Beschäftigten bei der AWO-Duisburg“, so der Geschäftsführer.
Mit der Aktion unterstreicht ver.di ihre klare Haltung: Tarifbindung schafft Sicherheit, Gerechtigkeit und Wertschätzung in der Arbeitswelt – und sollte selbstverständlich auch für alle Unternehmensteile der AWO-Duisburg gelten.
ver.di Bezirk Duisburg-Niederrhein
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