Anzeige

Niederrheinische IHK: Land braucht mehr Geld für Infrastruktur

 
Bund gibt Straßen-Projekte frei – NRW kommt zu kurz

Dr. Stefan Dietzfelbinger ist Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK. Foto: Michael Neuhaus / Niederrheinische IHK.
______________________________________________
23 Autobahn- und Bundesstraßenprojekte hat das Bundesverkehrsministerium freigegeben. Nur vier davon liegen in NRW. Dabei hat das Bundesland den größten Anteil maroder Infrastruktur. Die Niederrheinische IHK fordert, weitere Projekte schnell freizugeben. Dafür braucht es mehr Mittel aus dem Bundeshaushalt.

Nordrhein-Westfahlen braucht dringend Investitionen in Straßen und Brücken. Von den neu freigegebenen Autobahnprojekten liegen nur vier in NRW. Das entspricht elf Prozent der Bundesmittel. Weit weniger als die 21 Prozent, die nach dem Königsteiner Schlüssel vorgesehen wären. Die größten Summen und meisten Projekte gehen nach Baden-Württemberg, 1,4 Milliarden Euro, und Bayern, 676 Millionen Euro. NRW erhält 509 Millionen Euro. „Das entspricht nicht den realen Zuständen. Zum Vergleich: Bei uns gelten 30 Prozent der Autobahnbrücken als marode, in Bayern sind es unter zehn Prozent“, sagt Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK. „Wenn nach 2028 noch weniger Geld im Bundeshaushalt ist, trifft es NRW besonders hart. Viele wichtige Vorhaben bleiben liegen. Und das trifft zentrale Verkehrsachsen in Deutschland und Europa.“

IHK NRW kritisierte bereits mehrfach, dass das Sondervermögen des Bundes NRW benachteiligt. Da nur der Erhalt von Straßen darüber finanzierbar ist, können keinerlei Aus- und Neubauprojekte vorangetrieben werden. Die machen in NRW den Großteil aus. Lediglich der Kernhaushalt steht dafür zur Verfügung – dieser wurde nicht verstärkt. Somit profitieren andere Bundesländer vom Sondervermögen, obwohl der Bedarf in NRW am höchsten ist.

 
Niederrheinische IHK
Die Niederrheinische IHK vertritt das Gesamtinteresse von rund 70.000 Mitgliedsunternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen in Duisburg und den Kreisen Wesel und Kleve. Sie versteht sich als zukunftsorientierter Dienstleister und engagiert sich als Wirtschaftsförderer und Motor im Strukturwandel.
www.ihk.de/niederrhein
Niederrheinische Industrie- und Handelskammer
Duisburg – Wesel – Kleve zu Duisburg

Foto: Michael Neuhaus / Niederrheinische IHK

 

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Entdecke mehr von Rundschau Duisburg

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Sie muessen eingeloggt sein um einen Kommentar zu schreiben Einloggen