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Für den Versuch wird ein Seil am oberen Stammabschnitt – dem Stammkopf – befestigt. Das andere Seilende wird an einem zweiten Baum oder einem festen Widerlager fixiert. Ein Kraftsensor, der auf dem Seil befestigt wird, ermittelt dabei, welche Zugkraft auf den untersuchten Baum wirkt. Die aufgebrachte Kraft entspricht simulierten Windlasten, bleibt aber bewusst unterhalb der real möglichen Belastung, um den Baum nicht zu schädigen.
Zusätzlich werden am untersuchten Baum Neigungssensoren angebracht, die genau messen, wie stark sich der Stamm unter der Zugkraft bewegt. Spezielle Messgeräte zeichnen außerdem die Verformung der Randfasern des Holzes direkt unter der Rinde auf – ein wichtiger Hinweis darauf, wie der Baum innere Spannungen aufnimmt.
Alle Messwerte – von der eingeleiteten Zugkraft über die Baumhöhe bis zur Kronenfläche und zum Versuchsaufbau – werden in einer Software zusammengeführt und ausgewertet. Daraus wird ein sogenannter Sicherheitsfaktor berechnet: Je höher dieser Faktor, desto standsicherer ist der Baum.
Die Ergebnisse helfen dabei einzuschätzen, ob ein Baum weiterhin regulär kontrolliert werden kann, häufiger überprüft werden sollte oder ob weitere Untersuchungen – wie Bohrwiderstandsmessungen – sinnvoll sind, um die Bruchsicherheit zu beurteilen.
„Der Zugversuch gibt uns deutlich präzisere Hinweise darauf, wie verkehrssicher ein Baum wirklich ist. Gerade bei Bäumen, die äußerlich gesund wirken, aber Schäden im Wurzelbereich haben könnten, ist das eine große Hilfe. So können wir viel besser entscheiden, welche Maßnahmen notwendig sind“, so Reinhold Adrian, Geschäftsbereichsleiter Grünflächen und Friedhöfe bei den Wirtschaftsbetrieben.
Erste Untersuchungen in Hamborn erfolgt
Im Dezember wurden im „Morianswäldchen“ nahe des Hamborner Altmarktes erstmals Zugversuche durchgeführt, um die Standsicherheit der dortigen Bäume zu prüfen. Die Messungen zeigten bei einem Großteil der Bäume Auffälligkeiten, die auf eine Schwächung im Wurzelbereich hindeuteten. Daraufhin wurden ergänzende Boden- und Wurzeluntersuchungen vorgenommen. Diese bestätigten einen großflächigen Pilzbefall, der sich im Boden ausgebreitet und einen Großteil der Bäume erfasst hat. Durch die geschädigten Wurzeln sind von den 29 geprüften Bäumen 25 Bäume so stark in ihrer Standsicherheit beeinträchtigt, dass die Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben ist und sie gefällt werden müssen.
Wirtschaftsbetriebe Duisburg

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ehemals Immobilien-Management Duisburg IMD) - Hochwasserschutz, Gewässerunterhaltung und Gewässerentwicklung
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Foto: Adrian Chodkowski / Wirtschaftsbetriebe Duisburg
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