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Niederrheinische IHK: Duisburg muss mehr für Unternehmen tun

 
Besondere Anstrengungen der Stadt nötig

Dr. Stefan Dietzfelbinger ist Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK. Foto: Michael Neuhaus / Niederrheinische IHK.
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Umsätze, Gründungen, Beschäftigte, Azubis: Alle Kenn-Zahlen zeigen nach unten. Die Zeiten für die Duisburger Wirtschaft bleiben schwer. Die Stimmung wird immer trüber. Das zeigt das Duisburger Wirtschaftsbarometer. Für die Niederrheinische IHK ein Signal an die Stadt: Die Stadt muss die Wirtschaft umfassend stärken.

„Die Lage ist ernst. Duisburg hinkt anderen Großstädten hinterher. In der Stahlindustrie fallen tausende Stellen weg. Gewerbeflächen fehlen. Das ist ein Riesenproblem für den Standort. Die Unternehmen können nicht wachsen. Investoren können sich nicht ansiedeln“, warnt Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK.

Auch die Duisburger Innenstadt hat Luft nach oben. Viele Unternehmen finden sie wenig attraktiv – und ziehen sich zurück. „Seit der Corona-Pandemie geben die Menschen wieder mehr Geld in Duisburg aus. Dieser Trend stagniert aber. Hier muss etwas geschehen. Duisburg hat das Potenzial zur Einkaufsstadt, nutzt es aber nicht“, sagt der IHK-Chef.

Steuersenkung wichtiges Signal für Unternehmen
Positiv sieht Dietzfelbinger, dass die Steuern sinken sollen. Duisburg plant, zu einem einheitlichen Hebesatz für Privathaushalte und Gewerbeimmobilien bei der Grundsteuer B zurückzukehren. „Wir begrüßen diesen Schritt. Er ist rechtlich geboten und aus Sicht der Wirtschaft auch wünschenswert. Niedrigere Abgaben entlasten unsere Unternehmen. Sie brauchen im Moment jede Unterstützung, die sie bekommen können“, so Dietzfelbinger.

Die IHK meint: Die schwachen Strukturdaten zeigen, dass die Stadt Duisburg mehr für die Wirtschaft tun muss als andere Städte. „Ein Setzen auf alte Rezepte und ein ‚Weiter so‘ reicht nicht aus“, mahnt Dietzfelbinger und appelliert an die Stadt, den Wirtschaftsturbo zu zünden.

Hintergrund der Umfrage
Mit dem Wirtschaftsbarometer Duisburg nimmt die Niederrheinische IHK seit 2021 regelmäßig die größte Stadt am Niederrhein unter die Lupe. Neben der Industrie blickt die IHK auf die Konjunktur, den Arbeits- und Ausbildungsmarkt sowie die Gewerbeflächen. Die aktuellen Zahlen sind online abrufbar unter www.ihk.de/niederrhein/wirtschaftsbarometer.

 
Niederrheinische IHK
Die Niederrheinische IHK vertritt das Gesamtinteresse von rund 70.000 Mitgliedsunternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen in Duisburg und den Kreisen Wesel und Kleve. Sie versteht sich als zukunftsorientierter Dienstleister und engagiert sich als Wirtschaftsförderer und Motor im Strukturwandel.
www.ihk.de/niederrhein
Niederrheinische Industrie- und Handelskammer
Duisburg – Wesel – Kleve zu Duisburg

Foto: Michael Neuhaus / Niederrheinische IHK

 

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