Zukunftsfähig aufgestellt: Wertschöpfende Produktion ersetzt Speditionsbetrieb Von Petra Grünendahl Erster Spatenstich für die Produktionshalle von Siemens Mobility auf logport I (v. l.): Niels Weißenberg (Goldbeck), Oberbürgermeister Sören Link, Hafenchef Markus Bangen und Matthias Wittemer (Siemens Mobility Real Estate). Foto: Petra Grünendahl. __________________________________________„Einen reinen Logistik-Standort mit 500 Lkw am Tag wollten wir den Rheinhausern nicht antun“, erklärte Markus Bangen, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG (duisport). „Wir sind dann mit Siemens Mobility ins Gespräch gekommen für einen Produktionsstandort, der auch die vorhandene Gleisanbindung nutzen will“, so Bangen weiter. „Logport I ist ein Standort, wo Strukturwandel erlebbar wird“, sagte Oberbürgermeister Sören Link. „Wir haben als Stadt Interesse an an der Ansiedlung wertschöpfender Industrie“, freute sich der OB über die Ansiedlung als wichtigen Meilenstein. „Das langfristige Engagement von Siemens Mobility in Duisburg belegt die Attraktivität unserer Stadt als Wirtschaftsstandort mit Zukunft. Vor allem der Duisburger Hafen treibt als leistungsstarker Motor mit exzellenten Rahmenbedingungen die industrielle und logistische Entwicklung Duisburgs weitsichtig voran.“
Grundstein für die Produktionshalle von Siemens Mobility auf logport I (v. l.): Niels Weißenberg (Goldbeck), Oberbürgermeister Sören Link, Hafenchef Markus Bangen und Matthias Wittemer (Siemens Mobility Real Estate). Foto: Petra Grünendahl. __________________________________________Zum symbolischen Spatenstich mit Grundsteinlegung hatte die Duisburger Hafen AG auf das Areal der ehemaligen Längshallen eingeladen. Oberbürgermeister Sören Link, Matthias Wittemer (verantwortlich für das Deutschlandgeschäft bei Siemens Mobility Real Estate), Niels Weißenberg (Niederlassungsleiter Bochum bei Goldbeck) und Hafenchef Markus Bangen legten den Grundstein für die neue Produktionshalle. Grundsteinlegung für die Produktionshalle von Siemens Mobility auf logport I. Foto: Petra Grünendahl. __________________________________________„Die historischen Längshallen, die wir 2023/24 abgerissen haben, hatten wir 1998 als Abbruchhallen übernommen. Die Hallen aus den 1930er Jahren waren so gut in Schuss, dass wir sie über Jahrzehnte noch für Speditionsgewerbe nutzen konnten“, berichtete Lars Nennhaus, duisport-Vorstand für Technik und Betrieb. Ein benachbarter Hallenkomplex (Querhallen) aus Krupp-Zeiten ist immer noch in Betrieb, nachdem duisport die Gebäude saniert hat. Auf dem Areal der alten Längshallen realisiert Goldbeck in den kommenden Monaten eine neue, fast 20.000 Quadratmeter große Montagehalle auf einem gut 40.000 Quadratmeter umfassenden Grundstück mit direktem Anschluss an das duisport‑Gleisnetz. Hinzu kommen Außenflächen von über 20.000 Quadratmetern sowie Büro- und Sozialräume auf einer Fläche von rund 1.700 Quadratmetern.
Goldbeck baut maßgeschneidert für Siemens Mobility Visualisierung der neuen Produktionshalle von Siemens Mobility. Foto: duisport. _________________________________________________Nachhaltig und Ressourcen schonend mit LED-Beleuchtungssystemen, einem Anschluss an das lokale Fernwärmenetz und mit Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach erfüllt der Neubau modernste technische und ökologische Standards: Mit dem Ziel, eine Gold-Zertifizierung nach DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) zu erhalten. „Mit unserer systematisierten Bauweise realisieren wir für duisport eine moderne Produktionshalle, die Effizienz, Qualität und Nachhaltigkeit konsequent verbindet. Das Projekt zeigt, wie Goldbeck industrielle Anforderungen schnell, wirtschaftlich und zukunftssicher umsetzt“, erklärte Niederlassungsleiter Niels Weißenberg. Die Anforderungen an das Gebäude hat Siemens Mobility im Zuge der Planungen mit Goldbeck abgestimmt („built-to-suit“). Anfang 2027 will Hersteller von Schienenfahrzeugen die Hallen schlüsselfertig mit Produktionsanlagen als langfristiger Mieter übernehmen. Das Investitionsvolumen liegt bei mehr als 25 Millionen Euro.
Grundsteinlegung für die Produktionshalle von Siemens Mobility auf logport I. Foto: Petra Grünendahl. __________________________________________„Die neue Produktion ist wichtig für die Standortsicherung unseres Hauptwerkes in Krefeld-Uerdingen“, erklärte Matthias Wittemer, verantwortlich für das Deutschlandgeschäft bei Siemens Mobility Real Estate. „Die Bedingungen, die wir hier auf dem Gelände vorgefunden haben, sind ideal für die Errichtung einer modernen und nachhaltigen Produktionshalle mit Gleisanschluss“, so Wittemer weiter. Er fügte hinzu: „Mein Dank gilt auch allen Beteiligten der Stadtverwaltung, die unsere Pläne so konstruktiv mitgetragen haben. ”
Spatenstich für die neue Produktionshalle von Siemens Mobility auf logport I. Foto: Marco Stepniak / duisport. _________________________________________________Im Inneren der Halle sind fünf Krananlagen mit einer Traglast von jeweils zehn Tonnen sowie zwei Gleise mit einer Länge von jeweils 223 Metern vorgesehen. Zudem werden zwei Wartungsgruben mit einer Länge von jeweils 200 Metern eingerichtet. Durch die direkte Anbindung der Halle an das Schienennetz ist eine effiziente und umweltfreundliche Abwicklung der Logistikprozesse möglich. Gleichzeitig werden die Lkw-Verkehre auf logport I reduziert.
Spatenstich für die neue Produktionshalle von Siemens Mobility auf logport I. Foto: Marco Stepniak / duisport. _________________________________________________Die Werke von Siemens Mobility in Krefeld und Neuss sind einer der wichtigsten Produktionsstandorte für Schienenfahrzeuge in Deutschland: Für Hochgeschwindigkeitszüge wie den ICE4 sowie moderne Regional- und S-Bahnen. Ein Schwerpunkt in beiden Standorten liegt auf der Fertigung und Endmontage von Zügen, einschließlich der Schweißarbeiten, Lackierung und Installation von Innenausstattungen. Mit der Nähe des neuen Standorts im Duisburger Hafen zum Hauptstandort Krefeld wurde, neben dem vorhandenen Gleisanschluss, eine weitere wichtige Anforderung bei der geeigneten Standortwahl erfüllt.
Anzeige
Duisburger Hafen AG
Die Duisburger Hafen AG (duisport) ist die Eigentums- und Managementgesellschaft des Duisburger Hafens, des größten Binnenhafens der Welt. duisport fungiert als trimodale Logistikdrehscheibe und ist einer der bedeutendsten Knotenpunkte für die Warenströme in Europa. Pro Jahr werden in Duisburg über 20.000 Schiffe und 25.000 Züge abgefertigt, mehr als 100 Millionen Tonnen Güter und rund vier Millionen Container (TEU) umgeschlagen. Der Duisburger Hafen verfügt über 21 Hafenbecken, 10 Containerterminals und ca. 200 Kilometer Gleise. Rund 300 Transport- und Logistikunternehmen haben sich am Standort angesiedelt, etwa 52.000 Arbeitsplätze sind direkt und indirekt von der Hafen- und Logistikwirtschaft abhängig. Die duisport-Gruppe bietet für den Hafen- und Logistikstandort Full Service-Pakete in den Bereichen Infra- und Suprastruktur inkl. Ansiedlungsmanagement. Darüber hinaus erbringen die Tochtergesellschaften logistische Dienstleistungen wie beispielsweise den Aufbau und die Optimierung von Transport- und Logistikketten sowie in den Bereichen Real Estate, Schienengüterverkehr, Industrie-, Kontrakt- und Verpackungslogistik an. www.duisport.de
Sie muessen eingeloggt sein um einen Kommentar zu schreiben Einloggen