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Derzeit laufen vor Ort noch bauliche Anpassungen für eine optimale Unterbringung der Duisburger Gruppe. Der Transport der Tiere ist dabei ein aufwendiger Prozess. Die Mitarbeitenden aus Duisburg stehen im engen Austausch mit den Kollegen in Poznań, um den Umzug Schritt für Schritt vorzubereiten. Erst wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, wird ein konkretes Transportdatum festgelegt. Für den Zoo Duisburg ist dieser Schritt unerlässlich, da eine dauerhaft zukunftsfähige Haltung der drei Kühe am heutigen Standort innerhalb des Zoos ausgeschlossen ist, emotional aber alles andere als leicht. „Saiwa, Etosha und Daisy begleiten unseren Zoo seit Mitte der 90er-Jahre. Sie sind Teil unserer Geschichte und der Abschied fällt uns sehr schwer. Gleichzeitig wissen wir, dass sie in Poznań eine moderne, tiergerechte Haltung erwartet. Das Wohl der Tiere steht klar im Fokus dieser Entscheidung, damit sie auch in Zukunft gemeinsam als Herde leben können.“, so Zoodirektorin Astrid Stewin.
Auch in Poznań blickt man mit Vorfreude auf die Ankunft: „Die Partnerschaft mit dem Zoo Duisburg ist für uns ein wichtiger Schritt und wir hoffen, die Elefantenpopulation im Zoo Poznań in naher Zukunft erweitern zu können.“ freut sich Piotr Przyłucki, Zoodirektor des Zoo Poznań. Die Entscheidung für den Umzug basiert auf der engen Zusammenarbeit innerhalb des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP): „Ziel des EEP ist es, Elefanten in Europa langfristig in stabilen, sozial funktionierenden Gruppen zu halten. Dafür sind manchmal auch Veränderungen notwendig. Wir sind uns sicher, in Polen einen geeigneten Platz für die drei Duisburger Elefantenkühe gefunden zu haben und der geplante Umzug ist ein wichtiger Schritt für die zukünftige Entwicklung der Gruppe.“, erklärt EEP-Koordinator Dr. Arne Lawrenz aus dem Zoo Wuppertal.
Die Duisburger Elefantenhaltung hat sich über Jahrzehnte entwickelt. Seit den fünfziger Jahren sind Elefanten ein Teil des Zoos und haben Generationen von Besuchenden begeistert. Gleichzeitig verändern sich die Anforderungen an eine moderne, tiergerechte Haltung stetig: größere Flächen, komplexere Sozialstrukturen und neue wissenschaftliche Erkenntnisse spielen eine immer größere Rolle. Der geplante Umzug ist Teil dieses Wandels. Auch wenn der Zoo Duisburg sich übergangsweise von den Elefanten verabschieden muss, ist perspektivisch der Bau einer neuen Elefanten-Anlage im Rahmen des Masterplan des Zoos geplant. Als Zukunftsprojekt ist vorgesehen, dass in den nächsten Jahren an anderer Stelle auf dem Zoogelände eine den Anforderungen gerechte neue Elefanten-Anlage entstehen wird. Dazu haben bereits erste Gespräche stattgefunden.
Zoo Duisburg
Der Zoo Duisburg wurde 1934 auf einer Fläche von 4 Hektar eröffnet. Schon 1937 wurde der Tierpark am Kaiserberg auf 8 Hektar erweitert. Der Zoo Duisburg präsentiert als wissenschaftlich geleiteter Zoologischer Garten Tiere in einem großzügigen, tiergerechten und naturnah gestalteten Umfeld. In Anlehnung an die Welt-Zoo und Naturschutzstrategie verfolgt der Zoo Duisburg vier Kernziele: Erhaltungszucht, Wissensvermittlung, Forschung und – für die Besucher – Erholung. Bekannt ist der Zoo für sein Delfinarium und die in Deutschland erste dauerhafte und lange Zeit einzige Haltung und bis heute einzige Zucht von Koalas. Daneben werden zahlreiche zoologische Raritäten gehalten, wie z. B. Riesenotter oder ein Amazonasdelfin aus Südamerika, Bärenstummelaffen und Pinselohrschweine aus Afrika, Fossas aus Madagaskar, Nebelparder aus Asien oder Wombats aus Australien. Seit 2019 ist der Zoo Duisburg eine gemeinnützige Gesellschaft und Teil der Duisburger Verkehrs- und Versorgungsgesellschaft (DVV). Der Zoo Duisburg zählt mit etwa einer Million Besuchern pro Jahr zu den bestbesuchten Zoologischen Gärten Deutschlands und zu den beliebtesten Naherholungszielen der Region.
www.zoo-duisburg.de
Zoo Duisburg
Fotos: Mathias Appel / Zoo Duisburg
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