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Universität Duisburg-Essen: Siegerentwurf für die Duisburger Campusentwicklung steht fest

 
BLB NRW schließt Werkstattverfahren erfolgreich ab

Siegerentwurf für die Duisburger Campusentwicklung steht fest. Foto: ASTOC ARCHITECTS AND PLANNERS GmbH (Visualisierung).
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Die Entwicklung des Campus Duisburg der Universität Duisburg-Essen (UDE) hat einen weiteren Meilenstein erreicht. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfahren (BLB NRW) stellte am 13. April gemeinsam mit der Universität und Stadt die Entwürfe des mehrphasigen Werkstattverfahrens vor. Nun steht der Siegerentwurf fest.

Der Duisburger Universitätscampus soll strukturierter und attraktiver werden. Im Rahmen des parallel zur Neuen Masterplanung Hochschulbau durchgeführten Werkstattverfahrens wurden städtebauliche Konzepte entwickelt, die als Grundlage für die entstehenden Baukörper der Neuen Masterplanung dienen sollen. Darauf aufbauend sollen am Duisburger Universitätscampus Bestandsgebäude bewahrt, zukünftige Flächenbedarfe der Universität nachhaltig umgesetzt und die Aufenthaltsqualität gezielt verbessert werden.

Nach intensiver Sichtung der drei eingereichten Planungsansätze hat die Jury eine Entscheidung getroffen: Der Entwurf des Kölner Büros „ASTOC ARCHITECTS AND PLANNERS GmbH“ und dem Landschaftsplanungsbüro „Die Planergruppe“ wurde zum Sieger gekürt. In der Begründung hob die Jury besonders die gelungene Verbindung zwischen universitärer Nutzung von Lehre und Forschung sowie Stadtteil hervor. Im Fokus stehen die räumliche Ordnung, Aufenthaltsqualität und ein differenziertes System aus zentralen und dezentralen Treffpunkten.

Zusammenarbeit aller Akteure

Werkstattverfahren (v. l.): Duisburger Niederlassungsleiter BLB NRW Till Neschen, Oberbürgermeister Sören Link, Ministerin Ina Brandes, UDE-Kanzler Ulf Richter und UDE-Rektorin Barbara Albert. Foto: Eventfotograf / UDE.
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Wissenschaftsministerin Ina Brandes: „Die vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft eingeführte Neue Masterplanung sorgt für mehr Tempo im Hochschulbau. Bisher liefen viele Planungs-, Prüfungs- und Genehmigungsprozesse nacheinander zwischen vielen Beteiligten und mit teils langen Prüfungsschleifen. Jetzt wird das Verfahren von Beginn an mit allen am Bau Beteiligten parallel bearbeitet und spart bis zu 30 Prozent Zeit und damit auch Geld. Neben der Neuen Masterplanung macht das hier eingesetzte Werkstattverfahren das Verfahren deutlich schneller und günstiger als etwa ein Architekten-Wettbewerb. Ich bin sehr dankbar, dass sich neben den Hauptakteuren des Bau- und Liegenschaftsbetriebs und der Universität Duisburg Essen auch Nutzerinnen und Nutzer und Anwohnerinnen und Anwohner so konstruktiv an diesem Prozess beteiligt haben.“

Seit dem Start im Februar 2026 haben die drei Teams bestehend aus Stadtplanung und Freiraumplanung in einem intensiven Dialog Konzepte für die Weiterentwicklung des Duisburger Universitätscampus erarbeitet. In drei Werkstattforen wurden die Planungsideen im Dialog mit Studierenden und Beschäftigten der UDE sowie Anwohnenden diskutiert und fortlaufend weiterentwickelt. Dabei war es ein Ziel, Gebäude nicht einzeln zu betrachten, sondern den Campus als schlüssiges städtebauliches Gesamtkonzept zu entwickeln. Der Fokus lag darauf, den Bestand weiterzuentwickeln und zu ergänzen und dabei den Anforderungen von moderner Lehre und Forschung gerecht zu werden.

Ulf Richter, der Kanzler der Universität Duisburg-Essen ordnet den Siegerentwurf für weitere Entwicklung des Universitätscampus ein. „Die Potenziale der Campusentwicklung sind enorm: Der ausgewählte Entwurf verleiht unserem Selbstverständnis als Präsenzuniversität Ausdruck. Wir werden unseren Studierenden und Beschäftigten mit der Realisierung hervorragende Voraussetzungen für modernes Lernen, Arbeiten und Forschen sowie eine hohe Aufenthaltsqualität bieten. Umso wichtiger ist es, dass die Perspektiven und Hinweise der Hochschulgemeinschaft sowie der Anwohnenden von Anfang an in den Prozess eingeflossen sind. Unsere Vision orientiert sich damit an den Bedürfnissen der Menschen, die den Campus nutzen.“

Wie geht es weiter?
Um eine qualifizierte städtebauliche Gesamtkonzeption für den Campus zu erarbeiten, dient das nun durch die Jury prämierte Konzept des Planungsbüros ASTOC als Leitplanke und Grundlage für die weiteren Entwicklungsperspektiven. Das Büro wird mit der anschließenden Vertiefungsphase beauftragt, um das städtebauliche Konzept detailliert auszuarbeiten.

„Unser Ziel ist die Entwicklung eines Campus, der den Bestand strategisch weiterdenkt und sein volles Potenzial für eine leistungsfähige, offene und zukunftsorientierte Universität entfaltet. Das prämierte Planungsteam überzeugte durch einen reflektierten Umgang mit der bestehenden Bausubstanz sowie durch die schlüssige Setzung realistisch umsetzbarer Baukörper. Der Entwurf setzt die Aufgabenstellung des Werkstattverfahrens präzise um und fügt sich konsequent in die Masterplanung ein. In der nun folgenden Vertiefungsphase freuen wir uns auf den Austausch mit dem Planungsteam, um den Entwurf gezielt an die baulichen und ökologischen Rahmenbedingungen vor Ort städtebaulich sinnvoll anzupassen“, sagt Till Neschen, Leitung der Duisburger Niederlassung des BLB NRW. Das Werkstattverfahren wurde als städtebauliches und freiraumplanerisches Qualifizierungsverfahren zur strategischen Campusentwicklung initiiert und ist ein ergänzender Teil der „Neuen Masterplanung“.

„Die neu entworfene Gesamtkonzeption ist nicht nur richtungsweisend für die Strahlkraft und Zukunft der Universität Duisburg-Essen und des Wissenschaftsstandortes Duisburg, sondern auch für die städtebauliche Entwicklung rund um den Campus in Neudorf. Ich freue mich daher sehr, dass im Werkstattverfahren auch die benachbarten Bürgerinnen und Bürger Neudorfs einbezogen und beteiligt wurden“, sagt der Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, Sören Link.

Besonderheiten der Entwürfe
Der Siegerentwurf von ASTOC sieht für den Campus in der Zukunft zwei Begegnungsorte für Studierende und Beschäftigte vor. Für die Geisteswissenschaften soll dieser im nördlichen Bereich entstehen und für die Maschinen- und Elektrowissenschaften im Süden. Die Planungsbüros CKSA GmbH und Uniola AG Landschaftsarchitektur (Platz 2) und DMSW Architekten und ora PartG mbB (Platz 3) konnten im Zuge des Werkstattverfahrens mit ihren Entwürfen zeigen, wie unterschiedlich ein Campus aussehen kann. Eine zentrale Campusmitte mit vielen Aufenthaltsmöglichkeiten oder auch eine Campusmagistrale die den nördlichen Campus mit dem Süden verbindet, gehörten zu den spannenden Ideen.

 
Universität Duisburg-Essen (UDE)
Die Universität Duisburg-Essen wurde am 1. Januar 2003 durch die Fusion der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg und der Universität-Gesamthochschule Essen (beide 1972) gegründet. Sie gehört mit rund 40.000 Studenten aus 130 Nationen zu den – nach Studentenzahlen – zehn größten deutschen Universitäten. Sie verfügt über ein breites, international ausgerichtetes Fächerspektrum. Sie ist ein Zentrum der nanowissenschaftlichen und biomedizinischen Forschung sowie der Lehrerausbildung in NRW und bietet mehr als 240 Bachelor- und Masterstudiengänge an. Nach dem Times Higher Education (THE) Ranking belegte die Universität Duisburg-Essen unter den Hochschulen 2020 den 194. Platz weltweit.
www.uni-due.de
Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW
Fotos: ASTOC ARCHITECTS AND PLANNERS GmbH (Visualisierung), Eventfotograf / UDE (1)

 

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