Der Ausblick auf die Spielzeit 2026/27

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Das Leitungsteam der Deutschen Oper am Rhein: Raphaël Coumes-Marquet (Ballettdirektor), Bridget Breiner (Chefchoreographin), Alexandra Stampler-Brown (Geschäftsführende Direktorin), Marwin Wendt (Kommissarischer Künstlerischer Leiter), Vitali Alekseenok (Chefdirigent).
Foto: Anne Orthen
In beiden Sparten gibt es viel Neues zu entdecken. Gleich zu Saisonbeginn, am 11. Oktober 2026, die erste große Neuproduktion im Opernhaus Düsseldorf: Richard Wagners Die Meistersinger von Nürnberg in der Regie von Daniel Kramer. Der langjährige Generalmusikdirektor Axel Kober kehrt dafür ans Pult der Düsseldorfer Symphoniker zurück. Giacomo Puccinis Manon Lescaut (Premiere am 13. Februar 2027 im Opernhaus Düsseldorf) wird nach langer Zeit wieder in einer Neuinszenierung von Matthew Wild im Repertoire vertreten sein, während Arrigo Boitos italienischer Klanggigant Mefistofele in der Regie von Philipp Rosendahl noch nie an der Deutschen Oper am Rhein zu hören war. Giuseppe Verdis Oper Il trovatore (Regie: Jens-Daniel Herzog) wird am 11. Juni 2027 ins Theater Duisburg übernommen.
Die erste Premiere am 3. Oktober 2026 im Theater Duisburg – Alexander Zemlinkys jazzig-schillernde Oper Der Kreidekreis in der Regie von David Bösch – verweist auf das durch Verfolgung und Exil beinahe verstummte Musiktheater der frühen 1930er Jahre und damit auf einen Programmschwerpunkt der kommenden Saison: Nach Paul Abrahams Jazzoperette Märchen im Grand-Hotel, die am 5. Dezember 2026 nach Düsseldorf übernommen wird (Regie: Michaela Dicu), gleicht Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny von Kurt Weill und Bertolt Brecht einem zynischen Tanz in den Abgrund. Regie führt Elisabeth Stöppler, Premiere ist am 17. April 2027 im Theater Duisburg. Pure Leichtigkeit verspricht der von Felix Seiler neu inszenierte Broadway-Klassiker My Fair Lady: Das Musical feiert am 6. November 2026 im Theater Duisburg Premiere.
Eine Sternstunde erlebte das Publikum im April 2024 im Theater Duisburg, als sich für Leo Janáčeks Oper Jenůfa in der dichten und einfühlsamen Inszenierung von Tatjana Gürbaca zum ersten Mal der Vorhang öffnete. Ein guter Grund, sie ab dem 14. Mai 2027 im Opernhaus Düsseldorf zu zeigen. Chefdirigent Vitali Alekseenok wird die Düsseldorfer Symphoniker durch Janáčeks zutiefst emotionale Musik führen, darüber hinaus die Premiere von Manon Lescaut dirigieren und mit den Wiederaufnahmen von Siegfried und Götterdämmerung seine Beschäftigung mit Richard Wagners Der Ring des Nibelungen fortsetzen. Als konzertante Aufführungen gilt es zwei französische Werke zu entdecken: Jules Massenets expressive Oper La Navarraise und Gustave Charpentiers Kantate Didon feiern am 9. Juli 2027 in Düsseldorf und 16. Juli 2027 in Duisburg Premiere – Benjamin Reiners dirigiert die Duisburger Philharmoniker.
Viel Neues auch für das junge Publikum: Die Duisburgerin Mizgîn Bilmen inszeniert Die Mitternachtstür von James Reynolds – eine Uraufführung am 14. November 2026 im Opernhaus Düsseldorf. Am 15. Januar 2027, feiert im Theater Duisburg Die verzauberte Stadt von Samuel Penderbayne in der Regie von On the Town-Regisseurin Louisa Proske Premiere. Beide Familienopern entstehen im Rahmen der Kooperation Junge Opern Rhein-Ruhr für Zuschauer* ab 8 Jahren. Musiktheater für die große Bühne, und doch nur ein kleiner Teil eines immensen Angebots für Kinder und Jugendliche, das die Programmsparten Junge Oper und Tanz mit! in beiden Häusern, in Kitas und Schulen sowie an anderen Orten der Stadt erlebbar machen.
Immer wieder verbindet sich die Deutsche Oper am Rhein mit anderen Kulturakteuren und Communities und öffnet sich mit frischen Veranstaltungsformaten und Konzerten für ein neues Publikum. Das UFO – Oper Urban landet im Frühjahr 2027 im Düsseldorfer Zentrum und kooperiert mit vielen Institutionen und Akteure der Stadt. Beim Rendezvous um halb 8 trifft Operngesang auf Elektrobeats oder japanische Sounds. Zum Stummfilm-Klassiker Metropolis präsentiert die Düsseldorfer Band Kreidler einen neuen Soundtrack im Düsseldorfer Opernhaus. Be our Guest: Das New Fall Festival ist erstmals mit einem großen Pop-Konzert zu Gast im Opernhaus Düsseldorf, darüber hinaus richten sich zwei Konzerte im Theater Duisburg an migrantische Communities und alle Neugierigen.
Ballett am Rhein: Handlungsballette und Abstraktes
Vermeintlich Vertrautes tänzerisch neu zu erzählen und dabei überraschende Facetten freizulegen, gehört zu den großen Stärken von Chefchoreographin Bridget Breiner. In der kommenden Spielzeit widmet sie sich mit Antony and Cleopatra nach William Shakespeare einem der berühmtesten Liebespaare der Geschichte und dessen brisanten politischen Verstrickungen. Uraufführung ist am 2. April 2027 im Theater Duisburg. Mit frischem Blick für ein heutiges Publikum bringt Marcelo Gomes den von Marius Petipa 1869 geschaffenen Tanzklassiker in neuer Fassung auf die Bühne: Dessen Don Quijote legt frei nach Cervantes den Fokus ganz auf die Liebesgeschichte innerhalb der Ritterromans und verspricht ein Feuerwerk der Ballettvirtuosität. Premiere ist am 5. Juni 2027 im Opernhaus Düsseldorf. Zurück auf den Spielplan kommt pünktlich zur Weihnachtszeit zudem Dornröschen in der Choreographie von Bridget Breiner – ab 23. Dezember 2026 in Düsseldorf.
Ballett lebt von Vielfalt und Kontrasten, und so feiern neben den großen Handlungsballetten zwei neue mehrteilige Programme Premiere: Den Anfang macht am 30. Oktober 2026 in Düsseldorf und am 12. Dezember 2026 in Duisburg der Abend Forsythe/Eyal mit dem ikonischen Ballett In the Middle, Somewhat Elevated von William Forsythe – im Doppel mit Strong, der ersten Choreographie, die Sharon Eyal mit ihrem Co-Kreateur Gai Behar schuf. Das zweite neu kreierte Ballettprogramm konzentriert sich auf eine elementare Form menschlicher Kommunikation und kollektiver Erfahrung: Rituale vereint die Choreographien Black Milk und George & Zalman von Ohad Naharin mit der Uraufführung A fleur de peau von Martin Chaix sowie einer Neukreation von Neshama Nashman. Premiere ist am 23. Januar 2027 im Opernhaus Düsseldorf.
Grey Area mit Shards von Bridget Breiner, The Grey Area von David Dawson und Threshold of a Fall von Lesley Telford feiert am 5. März 2027 seine Düsseldorf-Premiere, nachdem es am 27. September 2026 zurück auf die Bühne des Theater Duisburg gekommen ist. Den Abschluss der kommenden Spielzeit bildet am 26. Juni 2027 ebenfalls im Theater Duisburg der Dreifachabend OrgelPassion. Zu Kompositionen für Orgel und Orchester vereint der Abend Omelas von Stina Quagebeur, Glen Tetleys Voluntaries sowie Aurea von Goyo Montero. Im Opernhaus Düsseldorf verabschiedet sich das Ballett am Rhein am 6. und 7. Juli 2027 mit einer rauschenden Gala in die Sommerpause.
Weitere Informationen
Das neue Spielzeitheft ist im Opernshop Düsseldorf und an der Theaterkasse Duisburg und online erhältlich. Im Magazin auf operamrhein.de gibt es das Heft online einsehbar, als pdf zum Download und als Heft bestellbar. Gestartet ist auch der Vorverkauf für die gesamte Spielzeit 2026/27, und alle Informationen sind online auf www.operamrhein.de zu finden.
Deutsche Oper am Rhein
Die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg gGmbH ist eine Theatergemeinschaft der Städte Düsseldorf und Duisburg, die auf eine lange Tradition der Zusammenarbeit zwischen den beiden Großstädten zurückblicken kann. Seit ihrer Gründung 1956 zählt sie zu den bedeutendsten Opernhäusern Deutschlands. Durch ihr hochrangiges Solistenensemble, den Chor sowie die national wie international gefeierte Compagnie Ballett am Rhein hat sie sich zu einer der ersten Adressen für Musiktheater und Tanz in Europa entwickelt. Sie ist in der größten und dichtesten Kulturregion Deutschlands beheimatet. Allein die beiden Städte Düsseldorf und Duisburg zählen zusammen fast 1,1 Millionen Einwohner, aber auch die umliegenden Regionen und eine große Zahl auswärtiger Gäste profitieren vom hochkarätigen künstlerischen Angebot der Deutschen Oper am Rhein.
www.operamrhein.de
Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg
Foto: Anne Orthen (1), DOR (1)
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