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Orte der Vernetzung und Verbindung in Duisburg: Tag des offenen Denkmals® 2026

 

Der Triebwagen 23 der ehemaligen Hamborner Straßenbahn wurde im Dezember 2024 vom Heimatverein Hamborn e.V. vom Verein Bergischen Museumsbahnen e.V. – Wuppertal erworben. Zum Tag des offenen Denkmals 2026 soll der Wagen erstmals öffentlich zu sehen sein. v.l.: Holger Pütz, Heimatverein Hamborn e.V., Ulrich Feldhaus, Restaurator, Laura Bachem, Untere Denkmalbehörde, Jürgen Müller, Amt für Stadtentwicklung und Projektmanagement und Michael Rüscher, Beigeordneter Dez. VII. Foto: Tanja Pickartz / Stadt Duisburg.
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Der Tag des offenen Denkmals® geht am Sonntag, 13. September, unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ an den Start. Tausende Denkmäler öffnen bundesweit ihre Türen für Kultur- und Denkmalinteressierte. Koordiniert wird die größte Kulturveranstaltung Deutschlands von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Was verbindet Denkmäler mit Infrastruktur? Das Jahresmotto lenkt den Blick auf Bauwerke, die über Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte hinweg Bewegung, Vernetzung und Verbindung ermöglicht haben und dies teilweise bis heute tun. „In Duisburg können sich Besucher von historischen Infrastrukturbauten und bedeutenden ‚NetzWERKEN‘ begeistern lassen“, so der zuständige Beigeordnete Michael Rüscher. „Dazu zählen imposante Brückenkonstruktionen und Wassertürme, historische Transport- und Verkehrsmittel, markante Kirchen- und Museumsbauten sowie denkmalgeschützte Bereiche wie die Rheinpreußensiedlung oder Friemersheim Dorf, die das Bild unserer Stadt prägen.“

Interessierte erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit Führungen, Ausstellungen, Konzerten, Vorträgen, Lesungen und vielem mehr.

So präsentiert der Heimatverein Hamborn e.V. den historischen Triebwagen 23, eine Hamborner Straßenbahn aus dem Jahr 1912. Vergangenes Jahr erwarb der Heimatverein den Wagen und brachte ihn an seine alte Wirkungsstätte zurück. Der Straßenbahnwagen ist ein bedeutendes Zeugnis der frühen Straßenbahngeschichte im Ruhrgebiet. Er soll in den kommenden Jahren restauriert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Am
13. September kann der Triebwagen in Hamborn besichtigt werden; es wird eine Ausstellung zur Straßenbahngeschichte im Duisburger Norden und Führungen vor Ort geben.

In Anlehnung an das Jahresmotto können Fahrradbegeisterte bei einer geführten Radtour denkmalgeschützte „NetzWERKE“ entdecken. Im Fokus stehen Bauwerke, die Verbindung und Austausch ermöglichen, Strukturen für Versorgung und Verkehr schaffen und Orte des Zusammenkommens sind. Startpunkt ist der Duisburger Innenhafen. Der Weg führt von dort über Homberg, Ruhrort und Beeck nach Hamborn und anschließend über Meiderich wieder zurück zum Innenhafen. Die Strecke verläuft über zahlreiche Brückenkonstruktionen vorbei an Häfen, Wassertürmen, Pumpwerken, historischen Transport- und Verkehrsmitteln und Industrieanlagen, die die Stadt bis heute prägen.

Innenraum des denkmalgeschützen Kirchengebäudes der Rheinkirche in Homberg. Im Jahr 2022 eröffnete das Unternehmen KÜSSDENFROSCH GmbH nach mehrjähriger Sanierungsphase ein Freies Kolumbarium in der Rheinkirche in Duisburg Homberg. Aus der ehemaligen Kirche wurde eine Urnen-Grabstätte, das Herzstück des Kolumbariums ist das bis zu neun Meter hohe Eichenholzgestell zur Aufnahme der Urnen. Foto: Tanja Pickartz / Stadt Duisburg.
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Mit der Restaurierung der denkmalgeschützten Rheinkirche und ihrer architektonischen Erweiterung zu einem Kolumbarium hat das Architekturbüro „KÜSSDENFROSCH“ einen außergewöhnlichen Ort moderner Bestattungskultur geschaffen, der optimal an die Tradition des Bauwerks anknüpft. Das Freie Kolumbarium ist ein Ort voller Geschichte und Zukunft zum Ankommen, Erinnern, Verweilen, aber auch für Begegnung und Austausch. Am Tag des offenen Denkmals® finden Führungen durch das Kolumbarium und den Garten der Gedanken mit Gesprächen rund um Architektur, Denkmalschutz und die Entstehungsidee eines Freien Kolumbariums statt. Zum Ausklang gibt es hier eine berührend-humorvolle Lesung von Verena-Kristina Kirchberg aus ihrem Buch „Ich bin Büdchen“.

Im Hafenstadtteil Ruhrort öffnet mit dem Museum der Deutschen Binnenschifffahrt ein weiteres Denkmal seine Türen und macht Geschichte rund um Infrastruktur und „NetzWERKE“ erlebbar. Im historischen Jugendstilgebäude der ehemaligen Ruhrorter Badeanstalt vermittelt das Museum heute die Geschichte der Binnenschifffahrt als multimediales Erlebnis. Die Museumsschiffe liegen unterhalb der ehemaligen Schifferbörse vor Anker und dokumentieren über 100 Jahre Duisburger Schifffahrtsgeschichte. Am Aktionstag gibt es Führungen zur Architektur des denkmalgeschützten Museumsbaus sowie auf dem Museumsschiff OSCAR HUBER. Der Eintritt ist frei.

Lehrerhaus in Friemersheim: Bis 1958 fand in der alten Friemersheimer Dorfschule noch Unterricht statt. Das im Jahr 1800 erbaute Haus diente dem Küster und Dorfschullehrer gleichzeitig als Wohnung und Schule. So bietet das Lehrerhaus mit liebevoll ausgestatteten Innenräumen nicht nur Einblicke in eine Dorfschule vergangener Zeiten sondern dokumentiert auch die bäuerliche Lebenswelt und Wohnkultur der Zeit des ausgehenden 19. Jahrhunderts und des beginnenden 20. Jahrhunderts. In neuerer Zeit wurde das Lehrerhaus auch zu einem beliebten Ort für außergewöhnliche und stilvolle Trauungen. Foto: Tanja Pickartz / Stadt Duisburg..
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Der Denkmalbereich Friemersheim Dorf, das Naturschutzgebiet Rheinaue Friemersheim und die denkmalgeschützte Eisenbahnsiedlung Hohenbudberg sind Teil einer einmaligen Kulturlandschaft am Rhein. Das Gebiet verbindet ländliche, vorindustrielle Strukturen mit historischer Industrie- und Siedlungsgeschichte. Besuchende haben die Gelegenheit, gleich mehrere bedeutende Einzeldenkmäler zu besichtigen: den Nühlenhof, die Dorfkirche und das ehemalige Lehrerhaus in Friemersheim Dorf sowie den Doppelwasserturm und die Museumskirche St. Laurentius in der Eisenbahnsiedlung Hohenbudberg.

Eine Übersicht über die geöffneten Denkmäler in Duisburg bietet das Programmheft. Weitere Informationen sind im Internet unter www.duisburg.de/tag_des_offenen_denkmals verfügbar.

 
Hintergrund
Seit 1993 wird der Tag des offenen Denkmals® bundesweit von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordiniert und ist eine geschützte Marke der Stiftung. Der Aktionstag findet jedes Jahr am zweiten Sonntag im September statt. Denkmäler in ganz Deutschland öffnen an diesem Tag ihre Türen. Getragen wird die Veranstaltung vor Ort von zahlreichen Akteuren, darunter Denkmaleigentümern, Fachleuten in Denkmalschutz und Denkmalpflege, Architekturbüros, Gemeinden, Vereinen und Stiftungen. Ziel ist es, ein möglichst breites Publikum zu erreichen und für das Thema zu begeistern.
Stadt Duisburg
Fotos: Tanja Pickartz / Stadt Duisburg

 

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