Anzeige

Shipping Technics Logistics in Kalkar: Binnenschifffahrt mit Perspektive

 
Die Shipping Technics Logistics 2026 zeigt Potenziale, Innovationen und neue Chancen für die Branche

Die diesjährige Pressekonferenz zur Shipping Technics Logistics fand im Hotel Rheingarten in Duisburg statt (v. l.): Leon Westerhof (Projektleiter Shipping Technics Logistics), Dr. Dennis Niewerth und Anke van Löchtern (Museum der Deutschen Binnenschifffahrt), Fabian Griewel (Niederrheinische IHK / Schifferbörse zu Duisburg-Ruhrort e.V.), Ralf Wittig (Wittig GmbH), Dr. Ing. Rupert Henn (DST – Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme e.V.), Hans-Gerd Bosch (Bezirksbürgermeister Homberg/Ruhrort/Baerl) und Dipl.-Ing. Peter Borkens (AtomicOne B.V.). Nicht im Bild: Mahmut Özdemir (MdB (Für Duisburg im Bundestag), der per Fernschalte an der Konferenz teilnahm). Foto: Wunderland Kalkar.
___________________________
Wie die Binnenschifffahrt ihre aktuellen Herausforderungen bewältigen kann, steht in Kürze in Kalkar im Mittelpunkt: Die Shipping Technics Logistics (STL) ist Deutschlands einzige Fachmesse für die Binnenschifffahrt und bringt Fachleute aus Reedereien, Häfen, Werften, Hafenlogistik und maritimer Zulieferindustrie am Niederrhein zusammen. Als grenzüberschreitende Plattform verbindet sie Unternehmen aus ganz Europa. Am Dienstag, dem 22. September 2026 (von 11.00 bis 19.00 Uhr) und Mittwoch, dem 23. September 2026 (von 11.00 bis 17.00 Uhr) zeigen mehr als 200 Aussteller Technik, Konzepte und Lösungen für die drängenden Fragen der Branche: Wie lassen sich Transporte auch bei Niedrigwasser zuverlässig durchführen? Wie kann die Binnenschifffahrt ihre CO₂-Emissionen weiter reduzieren, dem Fachkräftemangel begegnen und notwendige Modernisierungen finanzieren?

 
 
Lösungen für eine zukunftsfähige Binnenschifffahrt
Der Güterverkehr auf dem Rhein und den europäischen Wasserstraßen bleibt ein wichtiges Glied der Logistikkette. Gemessen an der transportierten Tonnage (ein einzelnes Binnenschiff kann so viel Ladung befördern wie rund 120 Lkw) bleibt die Binnenschifffahrt dabei sogar die umweltfreundlichste Transportart. Doch gerade die zunehmenden Niedrigwasserstände auf dem Rhein und anderen wichtigen Wasserstraßen setzen diesen Vorteil unter Druck. Transporte werden schwieriger planbar, die mögliche Ladungsmenge sinkt. Dass die Branche darauf mit technischen Lösungen reagiert, zeigt das Binnentankschiff „Stolt Ludwigshafen“: Das Niedrigwasserschiff wurde von BASF gemeinsam mit dem Duisburger Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme (DST) und weiteren Partnern entwickelt und von Stolt Tankers gebaut und in Betrieb genommen. Dank leichter Bauweise und optimierter Rumpfform ist es auch bei extremem Niedrigwasser noch beladbar und seit 2023 auf dem Rhein im Einsatz.

Solche Lösungen stehen beispielhaft für die Themen, die in Kalkar im Mittelpunkt stehen. Denn eine höhere Frequenz der Binnenschifffahrt lässt sich nur mit einer gleichzeitigen Reduzierung der CO₂- Emissionen sinnvoll ausbauen. Viele Binnenschiffe sind inzwischen mit Stage-V-Motoren ausgestattet. Gleichzeitig geht es um alternative Antriebe, Digitalisierung, Infrastruktur und die Modernisierung der Flotte.

 
Innovation, Förderung und Nachwuchs
Fördermöglichkeiten können direkt auf der STL geklärt werden. Am Stand des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr erhalten Besucher Informationen zu Modernisierungsmaßnahmen und können sich zu Förderprogrammen beraten lassen. Führende Verbände der Binnenschifffahrt sowie Akademien für Aus- und Weiterbildung stehen ebenfalls für Gespräche zur Verfügung.

Um die Zukunft der Branche geht es auch beim Nachwuchs. In Halle A findet parallel der Mechatronica-Wettbewerb statt, initiiert von der Ler(n)ende Euregio und niederländischen ROC. Deutsche und niederländische Schüler setzen sich dabei mit der Binnenschifffahrt auseinander und können erste praktische Erfahrungen sammeln. Die STL will damit nicht nur Technik und Lösungen präsentieren, sondern auch zeigen, welche Perspektiven die Branche den „Fachkräften von Morgen“ bietet. Die Schüler können übrigens vor Ort für Projekte abgeworben werden.

Das Vortragsprogramm im „Dome“ greift an beiden Tagen aktuelle Entwicklungen auf – von neuer Technik über Aus- und Weiterbildung bis hin zu Umwelt- und Sicherheitsthemen. Eine Führung über die Messe mit Ragnar Schwefel, Leiter des Verbandes für Schiffbau und Meerestechnik (VSM), ergänzt das Angebot. Neben den Vorträgen gehört die Verleihung des Innovationspreises Binnenschifffahrt zum Programm: Allianz Esa, die SUT Schifffahrt und Technik sowie die Zeitschrift Binnenschifffahrt zeichnen damit gemeinsam technische Neuerungen der Branche aus.

Zur Eröffnung, die traditionell mit dem Läuten der Schiffsglocke beginnt, sprechen in diesem Jahr erneut Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft:

  • Leon Westerhof – Projektmanager der Shipping Technics Logistics
  • Ocke Hamann – Geschäftsführer der Niederrheinischen IHK und der Schifferbörse zu Duisburg- Ruhrort e.V.
  • Viktor Haase – Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr NRW
  • Frank Wittig – Vorsitzender der Schifferbörse zu Duisburg-Ruhrort e.V. (die Institution feiert 2026 ihr 125-jähriges Bestehen)

Mit einem informellen Beisammensein klingt der erste Messetag bei Gesprächen und Networking in entspannter Atmosphäre aus.
shipping-technics-logistics.de

Hinweis: Die „Shipping Technics Logistics (STL)“ ist eine reine Fachmesse für Fachbesucher. Diese können ihre Eintrittskarte für sich und eine Begleitperson kostenlos über die Webseite reservieren.
Shipping Technics Logistics 2026 / Wunderland Kalkar

 

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Entdecke mehr von Rundschau Duisburg

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Sie muessen eingeloggt sein um einen Kommentar zu schreiben Einloggen