- Elektronische Offenlage der Unterlagen durch die Bezirksregierung Arnsberg ab Montag, 14. September 2026
- Änderungen betreffen u.a. Höhe der Schallschutzwände in diversen Bereichen
- DB InfraGO informiert Interessierte am Donnerstag, 17. September digital über Änderungen und Verfahren

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Elektronische Offenlage der Unterlagen ab Montag, 14. September
Die überarbeiteten Planungen (das so genannte „Deckblatt“) sind in der Zeit von Montag, 14. September bis einschließlich Dienstag, 13. Oktober 2026 auf der Homepage der Bezirksregierung Arnsberg (https://www.bra.nrw.de/-6265) sowie auf dem zentralen UVP-Portal des Bundes (https://www.uvp-portal.de/de) einsehbar. Das so genannte Deckblattverfahren kommt immer dann zum Einsatz, wenn sich Änderungen in der Planung ergeben, die von den ursprünglich eingereichten Planfeststellungsunterlagen abweichen.
Auf Verlangen von Beteiligten kann die Anhörungsbehörde eine leicht zu erreichende Zugangsmöglichkeit zur Verfügung stellen. Betroffene können sich hierfür während der Dauer der Veröffentlichung per Mail an Planfeststellungstrasse25@bra.nrw.de wenden.
Die betroffene Öffentlichkeit kann bis zu sechs Wochen ab der Auslegung des Plans – bis einschließlich 26. Oktober 2026 – bei der Bezirksregierung Arnsberg Einwendungen gegen die Planänderung erheben. Einwendungen sind elektronisch über Beteiligung NRW zu erheben. Zudem besteht die Möglichkeit diese in schriftlicher Form an die Bezirksregierung Arnsberg (Dezernat 25, Seibertzstr. 1, 59821 Arnsberg) oder per E-Mail an Planfeststellungstrasse25@bra.nrw.de zu richten.
Digitale Bürgerinformationsveranstaltung der DB InfraGO am 17. September
Für interessierte Bürger bietet die DB InfraGO vorab eine digitale Informationsveranstaltung an. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 17. September 2026 um 18 Uhr statt. Das Projektteam stellt im Rahmen der Veranstaltung die wesentlichen Planungsänderungen vor und erläutert außerdem das Deckblattverfahren. Bürger haben die Möglichkeit, Fragen über einen Live-Chat zu stellen.
Interessent benötigen lediglich ein internetfähiges Gerät mit Lautsprecher und Tastatur zur Teilnahme am Chat. Der Zugang ist über folgenden Link möglich: https://www.db-buergerdialog.de/rrx-duisburg.
Darüber hinaus bietet das Projektteam während der Offenlage Bürgersprechstunden für individuelle Fragen und Anliegen an. Informationen zu den Terminen sowie eine Buchungsmöglichkeit finden Sie online unter https://www.rheinruhrexpress.de/home.html.
Der RRX-Ausbau im Duisburger Süden im Überblick
Damit der Rhein-Ruhr-Express zukünftig im 15-Minuten-Takt zwischen Köln und Dortmund verkehren kann, sind auch auf Duisburger Stadtgebiet umfangreiche Bauarbeiten notwendig. Zwischen Düsseldorf-Angermund und dem Duisburger Hauptbahnhof plant die DB InfraGO die vorhandene Infrastruktur durchgängig auf sechs Gleise zu erweitern. Die zwei neuen Gleise werden westlich der bereits bestehenden vier Gleise gebaut.
Der sechsgleisige Ausbau wird aus Richtung Düsseldorf bis zum Haltepunkt Duisburg-Großenbaum fortgesetzt. Weitere Maßnahmen zwischen Duisburg Großenbaum und Duisburg Buchholz sind nicht erforderlich, da die Strecke dort bereits sechsgleisig ausgebaut ist. Zwischen Duisburg Buchholz und Duisburg Schlenk ist die Strecke heute fünfgleisig. Hier wird die DB InfraGO ein sechstes Gleis in die bestehende Infrastruktur einpassen, um möglichst wenig zusätzliche Flächen zu beanspruchen. Dafür passt das Projektteam auch die bestehenden Gleise an und baut unter anderem eine Eisenbahnkreuzung im Bereich der Wedauer Straße. Zudem steht die Erweiterung der Eisenbahnbrücken über den Winkelhauser Weg, den Rahmer Bach, die Wedauer Straße und die Straße Im Schlenk auf dem Plan.
Damit es für Anwohnende entlang der Strecke deutlich leiser wird, plant die DB InfraGO auch den Neubau zahlreicher Schallschutzmaßnahmen. Im PFA 3.2 ist im Ausbaubereich eine Kombination aus aktivem und passivem Schallschutz vorgesehen. Als aktive Maßnahmen sind Schallschutzwände mit einer Gesamtlänge von rund 6,2 Kilometern und einer Höhe von bis zu fünf Metern geplant. Zudem wird das Besonders überwachte Gleis (BüG) auf einer Länge von rund 7,5 Kilometern eingesetzt. Hier sorgt ein Schleifzug für glatte Schienen, die weniger Lärm verursachen. Überall dort, wo diese sogenannten aktiven Schallschutzmaßnahmen nicht ausreichen, um die Grenzwerte einzuhalten, haben Anwohner zusätzlich Anspruch auf passive Schallschutzmaßnahmen, wie z.B. Schallschutzfenster oder -lüfter.
Allgemeine Informationen zum RRX-Ausbau
Mit dem RRX-Ausbau setzt die DB eines der wichtigsten Pendlerprojekte in Nordrhein-Westfalen um. Mit jeder neuen Weiche und jedem zusätzlichen Kilometer neuem Gleis sorgt die DB für mehr Kapazität auf der Schiene. Nach dem Abschluss des Gesamtprojekts dürfen sich Fahrgäste auf weitere umsteigefreie Verbindungen auf der Hauptstrecke zwischen Köln und Dortmund freuen. Zukünftig sollen sieben Linien die Rhein-Ruhr-Region im 15-Minuten-Takt verbinden. Pendler profitieren u. a. von modernen Zügen mit deutlich mehr Platz sowie mehr Direktverbindungen zwischen Rhein und Ruhr. Für Anwohner wird es mit dem Ausbau auch deutlich leiser: In den betroffenen Bereichen baut die DB wo immer nötig Lärmschutzwände und setzt passive Lärmschutzmaßnahmen – durch den Einbau von Schallschutzfenstern oder -lüftern – um.
Weitere Informationen findet man online unter www.rheinruhrexpress.de.
Deutsche Bahn AG
Foto: Oliver Lang / Deutsche Bahn AG
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