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Ein Jahr Umwelt-Treffpunkt Marxloh: Erste Erfolge werden sichtbar

Ein Jahr Umwelt-Treffpunkt Marxloh: Claus Lindner, Koordinator des Umwelt-Treffpunkts, freut sich über die ersten Erfolge. Foto: Nikolay Dimitrov / Wirtschaftsbetriebe Duisburg.
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Bereits seit einem Jahr sorgt der Umwelt-Treffpunkt Marxloh in den Räumlichkeiten an der Rolfstraße 3, direkt an der Piazza, für mehr Sauberkeit, Umweltbewusstsein und Dialog im Duisburger Stadtteil. Das Gemeinschaftsprojekt der Wirtschaftsbetriebe Duisburg mit der Stadt Duisburg und der Gesellschaft für Beschäftigungsförderung mbH (GfB) wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, Marxloh lebenswerter und sauberer zu gestalten.

Was zunächst als Modellversuch begann, hat sich inzwischen als fester Bestandteil im Quartier etabliert. Die Kombination aus Umweltberatung, gezielter Reinigungsarbeit und kontinuierlichem Austausch mit der Nachbarschaft zeigt Wirkung, das bestätigen sowohl Rückmeldungen aus der Bevölkerung als auch die Bilanz des ersten Projektjahres.

Die Umwelthelfer des Treffpunkts sind vor Ort, sprechen aktiv Anwohner an und bieten ihre Beratung in bulgarischer, englischer, französischer, rumänischer, albanischer und türkischer Sprache an. Sprachbarrieren werden so gezielt abgebaut, und Informationen zur Müllvermeidung, Abfalltrennung oder korrekten Entsorgung erreichen möglichst viele Menschen direkt. Neben der direkten Ansprache sind regelmäßige Treffen mit Bürgern, Hausmeisterdiensten und Gewerbetreibenden zentrale Bausteine des Konzepts. Gemeinsam werden wirksame Lösungen und Strategien für lokale Umweltprobleme entwickelt.

Die Mitarbeitenden der Wirtschaftsbetriebe übernehmen dabei die direkte Beseitigung kleinerer illegaler Müllablagerungen, insbesondere dort, wo keine Verursacher festzustellen sind. Ergänzt wird die Arbeit durch eine enge Kooperation mit dem Städtischen Außendienst des Ordnungsamtes (SAD). Letzterer sorgt regelmäßig vor Ort für Kontrolle und Ahndung von Ordnungsverstößen.

Diese enge Abstimmung führt zu messbaren Erfolgen. Seit Projektbeginn wurden kontinuierlich Hausgemeinschaften für Themen wie die Reinigung von Fluren, Kellern und Hinterhöfen sensibilisiert. In Abstimmung mit Mietern konnten zahlreiche Sperrguttermine organisiert werden, um illegale Ablagerungen im Vorfeld zu verhindern.

Die wahrgenommene Sauberkeit in Marxloh wird anhand von Qualitätskontrollen der Wirtschaftsbetriebe bewertet. Im Vergleich zum ersten Quartal 2024 hat sich die Bewertung dabei Anfang 2025 in Teilbereichen verbessert. Dies liegt im Wesentlichen an der deutlich erhöhten Reinigungsintensität. Die Verschmutzungsdynamik ist in Marxloh weiterhin sehr groß, sprich, die Straßen, Wege und Plätze sind nach der Reinigung schnell wieder verschmutzt. Aufgrund der Reinigungsintensität schlägt sich dies jedoch nicht in einem zu erwartenden Maße in der Qualitätsbeurteilung nieder.

Grundstücke mit regelmäßigem Müllaufkommen wurden über das Jahr hinweg beobachtet und in enger Abstimmung mit Eigentümern wurde das Volumen angepasst. Durch diese dauerhafte Präsenz vor Ort hat sich nicht nur das Stadtbild verbessert, auch das Verhalten der Menschen im Umgang mit Abfall zeigt erste Erfolge. Es wird verantwortungsvoller entsorgt, indem zum Beispiel Sperrmülltermine im Umwelt-Treffpunkt vereinbart werden.

Claus Lindner, Koordinator des Umwelt-Treffpunkts, zieht eine klare Bilanz: „Der Umwelt-Treffpunkt ist zu einer festen Anlaufstelle für Umwelt- und Sauberkeitsthemen in Marxloh geworden. Das vergangene Jahr hat gezeigt, wie wichtig eine kontinuierliche Präsenz und der direkte Draht zu den Menschen in einem Ankunftsstadtteil mit hoher Fluktuation sind. Unsere niedrigschwellige Anlaufstelle bewährt sich nicht nur für neu zugezogene Bewohner, die sich noch nicht auskennen, sondern bietet auch den alteingesessenen Nachbarn direkte Ansprechpartner für Anliegen in ihrem Wohnumfeld.“

Angesichts der positiven Entwicklung wird der Umwelt-Treffpunkt auf absehbare Zeit auch weiterhin im Stadtteil präsent bleiben.

 
Wirtschaftsbetriebe Duisburg

Wirtschaftsbetriebe Duisburg. Foto: Logo.
Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg entsorgen nicht nur den Abfall oder reinigen die Straßen, sondern sind auch für das Abwasser der Stadt verantwortlich und bauen oder reparieren Straßen und Brücken. Die Pflege städtischer Spielplätze, städtischer Grünanlagen oder der städtischen Friedhöfe gehören ebenfalls zu den Aufgaben der Wirtschaftsbetriebe. Als Anstalt des öffentlichen Rechts gehören die Wirtschaftsbetriebe Duisburg zu den wichtigsten Unternehmen der Stadt.
www.wb-duisburg.de

Aufgaben:

  • Abfallentsorgung
  • Stadtreinigung
  • Stadtentwässerung
  • Planung und Unterhaltung der Spielplätze
  • Betrieb der städtischen Friedhöfe und des Krematoriums
  • Pflege der Grünflächen, Parks und Botanischen Gärten
  • Pflege der gesamten städtischen Infrastruktur wie Straßen, Wege, Plätze,
    Brückenbauwerke, Parkleitsysteme und Verkehrssignalanlagen
  • Bewirtschaftung der Städtischen Immobilien
    (Sondervermögen-Immobilien Duisburg SVI,
    ehemals Immobilien-Management Duisburg IMD)
  • Hochwasserschutz, Gewässerunterhaltung und Gewässerentwicklung
  • Außerdem sind die Wirtschaftsbetriebe auch als Entsorgungsfachbetrieb (Efb) gemäß Entsorgungsfachbetriebeverordnung anerkannt

Wirtschaftsbetriebe Duisburg – AöR (WBD)
Foto: Nikolay Dimitrov / Wirtschaftsbetriebe Duisburg

 

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