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Kinder & Jugend in Bewegung: Neues RVR-Förderprogramm für Spiel-, Sport-, und Bewegungsprojekte

 
Mehr Bewegungsmöglichkeiten – für mehr Kinder und Jugendliche

Kinder & Jugend in Bewegung: Herbstmeisterschaft. Foto: Ilkay Karakurt.
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Das Förderprogramm „Kinder & Jugend in Bewegung“ des Regionalverbandes Ruhr (RVR) unterstützt kommunale Projekte, die Kindern und Jugendlichen im Ruhrgebiet niedrigschwellige Zugänge zu Bewegung, Spiel und Sport eröffnen. Hintergrund ist, dass junge Menschen, insbesondere in sozial herausgeforderten Quartieren, stark unterschiedliche Voraussetzungen für außerschulische Bildungs- und Bewegungsangebote vorfinden.

Deshalb fördert der RVR neue oder ausgebaute Projektideen mit klar umrissenen Inhalten, die im Ruhrgebiet umgesetzt werden, noch nicht begonnen haben und eine Laufzeit von maximal zwölf Monaten aufweisen, mit 2.000 bis 4.000 Euro pro Projekt. Die Förderung erfolgt als Fehlbedarfsfinanzierung und kann Honorare, Sportmaterialien, Miet- und Nutzungskosten, Sachkosten sowie Fahrtkosten umfassen. Nicht förderfähig sind laufende Betriebskosten, bauliche Investitionen und bereits begonnene Maßnahmen. Antragsberechtigt sind Mitgliedskommunen des RVR, öffentliche Träger und gemeinnützige juristische Personen wie Sportbünde, Jugendhilfeträger, Ganztagsträger, Vereine und Stiftungen.

Die Auswahl der Projekte erfolgt anhand festgelegter Kriterien. Berücksichtigt werden insbesondere der Bewegungs- und Sportbezug, die Teilnehmerzahl, die Zielgruppenpassung (6–16 Jahre), der Bildungsanteil sowie Dauer und Regelmäßigkeit. Regionale Bezüge können ergänzend positiv bewertet werden. Die Antragstellung erfolgt digital bis zum 31. Dezember 2026; geförderte Projekte müssen im Bewilligungsjahr starten und bis zum 30. Juni des Folgejahres abgeschlossen sein.

Unter Kinder & Jugend in Bewegung kann die Förderung beantragt werden.

 
Regionalverband Ruhr (RVR)
Der Regionalverband Ruhr (RVR) als Zusammenschluss von elf kreisfreien Städten und vier Kreisen hat den gesetzlichen Auftrag, die Gestaltung des Ruhrgebiets voranzutreiben. Er wurde am 5. Mai 1920 als Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk (SVR) gegründet und hat somit im Jahr 2020 sein 100-jähriges Bestehen gefeiert. Sein erster Verbandsdirektor Robert Schmidt (1869-1934) gilt als der Vater der Regionalplanung. Er legte bereits 1912 einen Generalsiedlungsplan für das Ruhrgebiet vor, der später Grundlage für die überörtliche Planung von regionalen Grünzügen, Verbandsstraßen wie dem Ruhrschnellweg und den Revierparks werden sollte. Seit April 2024 ist Garrelt Duin als Regionaldirektor des Verbandes Nachfolger von Karola Geiß-Netthöfel, die die Geschicke des Verbandes von 2011 bis 2024 leitete.

Die gesetzliche Zuständigkeit des Verbandes für die Landesplanung fürs Ruhrgebiet wurde 1975 eingeschränkt, als Staatliche Regionalplanung jedoch 2009 zurück übertragen. Damit endete die drei Jahrzehnte dauernde planerische Dreiteilung des Ruhrgebiets (auf die Regierungsbezirke Düsseldorf, Münster und Arnsberg). Verbunden mit Änderungen des Gesetzes über den Verband änderte sich auch sein Name: 1979 wurde der SVR in Kommunalverband Ruhrgebiet (KVR) umbenannt, seit 2004 heißt der Verband Regionalverband Ruhr (RVR). Das Jubiläumsjahr 2020 war gleichzeitig das Jahr, in dem zum ersten Mal das Ruhrparlament als Verbandsversammlung von den Bürgern der Metropole Ruhr direkt gewählt wurde. Es beschließt über die Arbeit des Verbandes.

Rund 480 Mitarbeiter des Regionalverbandes Ruhr (RVR) planen und entwickeln die Region, managen Infrastrukturprojekten wie Route Industriekultur und Emscher Landschaftspark, das regionale Radwegenetz sowie Wald- und Grünflächen. Auf allen relevanten regionalen Handlungsfeldern agiert der Verband entweder als Netzwerker, Koordinator, Impulsgeber, Dienstleister oder Projektträger für das Ruhrgebiet. Ziel ist es, die grünste Industrieregion der Welt zu werden. Zu seinen wichtigsten Gesellschaften gehören u .a. die Ruhr Tourismus GmbH (RTG) und die Business Metropole Ruhr GmbH (BMR).
Regionalverband Ruhr (RVR)
Foto: Ilkay Karkurt

 

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