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Direktwahl des Ruhrparlaments: RVR stellt Wahlkompass online

Sitzung des Ruhrparlaments. Foto: Sascha Kreklau.
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Bei der anstehenden Direktwahl zum Ruhrparlament am 14. September lotst erneut ein Wahlkompass die Bürger durch die politische Landschaft im Ruhrgebiet. Der Kompass ist eine wissenschaftliche Online-Wahlhilfe, die vom Institut für Politikwissenschaften an der Universität Münster und dem Unternehmen Kieskompas aus den Niederlanden für den Regionalverband Ruhr (RVR) entwickelt worden ist. Insgesamt 17 Parteien und Wählergruppen bewerben sich um den Einzug ins Ruhrparlament.

„Mit dem Wahlkompass Ruhr schafft der RVR im Vorfeld der Kommunal- und Direktwahl ein Angebot, das auf die politische Landschaft im Ruhrgebiet zugeschnitten ist. Es soll die Menschen informieren und motivieren, am 14. September ihre Stimme für ein starkes Ruhrgebiet abzugeben“, sagt Regionaldirektor Garrelt Duin.

Nutzer geben im Wahlkompass ihre Haltung zu 30 Wahlkampfthemen an, die als Fragen oder Thesen formuliert sind. Sie erhalten auf dieser Basis eine Berechnung der individuellen politischen Übereinstimmung. Zudem können sich Teilnehmende auf Basis ihrer Antworten in einem „politischen Koordinatensystem“ in der politischen Landschaft für die Ruhrwahl verorten.

„Wähl den Wandel“: Online-Kampagne auf Social Media
Während der Wahlkompass Orientierung bei den Parteien und Wählergruppen bietet, setzt der RVR mit der Online-Kampagne „Wähl den Wandel“ auf Unterhaltung und Information. Auf Instagram, Facebook, LinkedIn und auf der Kampagnenwebsite www.waehldenwandel.ruhr erklärt der RVR seit Ende Juli, worüber das Ruhrparlament entscheidet und welche Aufgaben der Verband hat. Neben Info-Content, Storytelling-Formaten und unterhaltsamen Reels werden auch persönliche Zitate aus der Region veröffentlicht. Unterstützt wird „Wähl den Wandel“ von prominenten Stimmen aus der Region, darunter die Duisburger Journalistin und Moderatorin Tessniem Kadiri und Comedian Daniel Aßmann a.k.a. Pottfluencer. Die Online- und Social Media-Kampagne läuft bis zur Kommunalwahl am 14. September.

Der Wahlkompass im Netz: https://ruhr.wahl-kompass.de/de/

 
Regionalverband Ruhr (RVR)
Der Regionalverband Ruhr (RVR) als Zusammenschluss von elf kreisfreien Städten und vier Kreisen hat den gesetzlichen Auftrag, die Gestaltung des Ruhrgebiets voranzutreiben. Er wurde am 5. Mai 1920 als Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk (SVR) gegründet und hat somit im Jahr 2020 sein 100-jähriges Bestehen gefeiert. Sein erster Verbandsdirektor Robert Schmidt (1869-1934) gilt als der Vater der Regionalplanung. Er legte bereits 1912 einen Generalsiedlungsplan für das Ruhrgebiet vor, der später Grundlage für die überörtliche Planung von regionalen Grünzügen, Verbandsstraßen wie dem Ruhrschnellweg und den Revierparks werden sollte. Seit April 2024 ist Garrelt Duin als Regionaldirektor des Verbandes Nachfolger von Karola Geiß-Netthöfel, die die Geschicke des Verbandes von 2011 bis 2024 leitete.

Die gesetzliche Zuständigkeit des Verbandes für die Landesplanung fürs Ruhrgebiet wurde 1975 eingeschränkt, als Staatliche Regionalplanung jedoch 2009 zurück übertragen. Damit endete die drei Jahrzehnte dauernde planerische Dreiteilung des Ruhrgebiets (auf die Regierungsbezirke Düsseldorf, Münster und Arnsberg). Verbunden mit Änderungen des Gesetzes über den Verband änderte sich auch sein Name: 1979 wurde der SVR in Kommunalverband Ruhrgebiet (KVR) umbenannt, seit 2004 heißt der Verband Regionalverband Ruhr (RVR). Das Jubiläumsjahr 2020 war gleichzeitig das Jahr, in dem zum ersten Mal das Ruhrparlament als Verbandsversammlung von den Bürgern der Metropole Ruhr direkt gewählt wurde. Es beschließt über die Arbeit des Verbandes.

Rund 480 Mitarbeiter des Regionalverbandes Ruhr (RVR) planen und entwickeln die Region, managen Infrastrukturprojekten wie Route Industriekultur und Emscher Landschaftspark, das regionale Radwegenetz sowie Wald- und Grünflächen. Auf allen relevanten regionalen Handlungsfeldern agiert der Verband entweder als Netzwerker, Koordinator, Impulsgeber, Dienstleister oder Projektträger für das Ruhrgebiet. Ziel ist es, die grünste Industrieregion der Welt zu werden. Zu seinen wichtigsten Gesellschaften gehören u .a. die Ruhr Tourismus GmbH (RTG) und die Business Metropole Ruhr GmbH (BMR).
Regionalverband Ruhr (RVR)
Foto: Sascha Kreklau / RVR

 

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