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Im Mittelpunkt der Übung stand ein fiktiver Verkehrsunfall im Tunnel mit zwei beteiligten Pkw und sechs verletzten Personen. Zusätzlich wurde ein Fahrzeugbrand mit starker Rauchentwicklung simuliert. Statisten mit realistisch geschminkten Verletzungen sorgten dafür, dass auch der Rettungsdienst unter möglichst authentischen Bedingungen trainieren konnte. Der Rauch wurde mithilfe professioneller Rauchtöpfe erzeugt, welche die Sichtweite im Tunnel deutlich reduzierten.
Ziel der Übung war es, Abläufe und Kommunikationswege zwischen den eingesetzten Einheiten zu überprüfen und zu optimieren. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Zusammenarbeit von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Tunnelleitzentrale. Außerdem sollte die Übung Erkenntnisse darüber liefern, welche Auswirkungen eine Rauchentwicklung im Tunnel auf die Umgebung – insbesondere den Bahnhofsvorplatz – hat.
Übungsleiter Thomas Krandick von der Feuerwehr Duisburg zeigte sich zufrieden: „Eine solche Übung im Mercatortunnel hat zum ersten Mal stattgefunden. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Einheiten hat sehr gut funktioniert. Wir konnten wertvolle Erfahrungen sammeln, die uns im Ernstfall dabei helfen, noch schneller und effizienter zu reagieren.“
Nach Abschluss der Übung bauten die Einsatzkräfte sämtliches Material zurück und reinigten den Tunnel gründlich. Für die Entrauchung wurde ein mobiler Großlüfter auf dem neuen Löschroboter „LUF 60“ der Duisburger Feuerwehr eingesetzt. Dieser wurde auf einem Raupenfahrwerk per Fernsteuerung in den Tunnel gefahren. Auch die Werksfeuerwehr von ThyssenKrupp Steel konnte ihren stationären und sehr leistungsstarken Großlüfter erstmalig im Mercatortunnel testen.
Hintergrund der Übung: Gemäß den Richtlinien für den Entwurf, die konstruktive Ausbildung und Ausstattung von Ingenieurbauten (RE-ING) ist alle vier Jahre eine realitätsnahe Vollübung vorgeschrieben. So soll sichergestellt werden, dass Einsatzkräfte auf unterschiedliche Gefahrenlagen vorbereitet sind und die hohen Sicherheitsstandards in NRW eingehalten werden.
Stadt Duisburg
Foto: Feuerwehr Duisburg
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