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Klar ist: Die Bedrohungslage aufgrund von Sabotage von kritischen Infrastrukturen hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert – und darauf muss reagiert werden. Amprion beobachtet die Lage aufmerksam und steht in engem Austausch mit den zuständigen Sicherheitsbehörden, um frühzeitig auf Entwicklungen reagieren zu können und um Risiken zu minimieren. Aber auch unabhängig von Sabotage kann Energieinfrastruktur an ihre Grenzen geraten. Wie bei üblichen Nutzungsgegenständen entstehen mit der Zeit auch an Stromleitungen Abnutzungserscheinungen, die je nach Ausmaß die Stromversorgung beeinflussen können. Um das zu verhindern, treffen Netzbetreiber wie Amprion im ganz normalen Tagesgeschäft zahlreiche Maßnahmen. Dazu gehören unter anderem Leitungskontrollen, um übliche Abnutzungserscheinungen und Schäden an Leitungen zu erfassen und anschließend zu reparieren.
Auch in diesem Jahr überprüft der Übertragungsnetzbetreiber Amprion seine Höchstspannungsfreileitungen (220 und 380 Kilovolt) vom Helikopter aus. Die Flüge beginnen Mitte Januar und dauern voraussichtlich bis Mitte Februar.
Kontrolliert werden Stromleitungen im gesamten Amprion-Netzgebiet, das von der Nordsee bis zu den Alpen reicht. Die Befliegungen beginnen am 12. Januar und dauern voraussichtlich bis Mitte Februar 2026. Ziel der Flüge ist es, mit Hilfe spezieller Infrarotkameras mögliche Schäden an den Freileitungen frühzeitig zu erkennen, um im Anschluss erforderliche Reparaturarbeiten durchführen zu können. Falls es im Winter zu angespannten Versorgungssituationen kommen sollte, ist es umso wichtiger, dass das Stromnetz technisch fehlerfrei arbeitet.
Flugplan abhängig vom Wetter
Die Flüge beginnen ab Mitte Januar und enden voraussichtlich Mitte Februar. Flugtermine und -orte können sich witterungsbedingt immer wieder verschieben und ändern. Daher sind genauere Ankündigungen nicht möglich.
Die Leitungen in den folgenden Bereichen in Nordrhein-Westfalen werden kontrolliert: Köln, Leverkusen, Düsseldorf, Duisburg, Krefeld, Mönchengladbach, Remscheid, Solingen, Wuppertal, Mülheim an der Ruhr, Essen, Bottrop, Gelsenkirchen, Dortmund, Bochum, Hamm, Münster, Städteregion Aachen, Rhein-Erft-Kreis, Rhein-Sieg-Kreis, Rhein-Kreis Neuss, Düren, Euskirchen Mettmann, Viersen, Wesel, Recklinghausen, Ennepe-Ruhr-Kreis, Unna, Märkischer Kreis, Hochsauerlandkreis, Olpe, Siegen-Wittgenstein, Soest, Borken, Coesfeld, Steinfurt, Warendorf Gütersloh.
Höchstleistungen für ein stabiles Stromnetz
Bei einer Fluggeschwindigkeit von 30 bis 40 km/h werden die Freileitungen mit speziellen hochauflösenden Infrarotkameras kontrolliert. Aus der Luft sind viele Schäden leichter erkennbar als vom Boden. Kontrolliert werden insbesondere Seilschäden und thermische Auffälligkeiten, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind. Die erfassten Mängel werden nach der Durchführung der Kontrollflüge ausgewertet und später behoben. Gravierende Mängel wie ein defekter Isolator werden sofort gemeldet und umgehend repariert. Kontrollen aus der Luft mittels Infrarot-Thermographie werden bereits seit mehreren Jahren erfolgreich eingesetzt. Diese Inspektionen ergänzen visuelle Kontrollen und Kontrollen vom Boden aus, bei denen es insbesondere um Schäden am Mast, etwa verbogene Maststreben oder defekte Fundamente geht. Für Helikopterpiloten ist die Leitungsbefliegung immer wieder eine Herausforderung, da sie zum Teil in niedriger Flughöhe bis auf wenige Meter an die Masten und Leitungen heranfliegen müssen. Zudem müssen die Wetterbedingungen für einen sicheren Start und die Durchführung der notwendigen Aufnahmen stimmen. Durch die Kontrollflüge erhält Amprion innerhalb weniger Wochen einen Überblick über viele tausend Leitungskilometer des Höchstspannungsnetzes.
Amprion verbindet
Die Amprion GmbH ist einer von vier Übertragungsnetzbetreibern in Deutschland. Unser 11.000 Kilometer langes Höchstspannungsnetz transportiert Strom in einem Gebiet von der Nordsee bis zu den Alpen. Dort wird ein Drittel der Wirtschaftsleistung Deutschlands erzeugt. Unsere Leitungen sind Lebensadern der Gesellschaft: Sie sichern Arbeitsplätze und Lebensqualität von 29 Millionen Menschen. Wir halten das Netz stabil und sicher – und bereiten den Weg für ein klimaneutrales Energiesystem, indem wir unser Netz ausbauen. Mehr als 3.100 Beschäftigte in Dortmund und an mehr als 30 weiteren Standorten tragen dazu bei, dass die Lichter immer leuchten. Zudem übernehmen wir übergreifende Aufgaben für die Verbundnetze in Deutschland und Europa.
Amprion GmbH
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