Winter 2025/26 brachte dem Ruhreinzugsgebiet nur etwas mehr als zwei Drittel des üblichen Niederschlags
Dezember/Januar deutlich zu trocken, erst in der zweiten Februarhälfte wurde es nass

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Wie der Winter 2025/26, der dem Ruhreinzugsgebiet nur etwas mehr als zwei Drittel (68 Prozent) des üblichen Niederschlags brachte. Besonders der Dezember war mit minus 57 Prozent Niederschlag gegenüber dem langjährigen Monatsmittel erheblich zu trocken – ein Platz in den Top 10 der trockensten Dezember seit Aufzeichnungsbeginn 1927. Auch der Januar brachte deutlich zu wenig Regen bzw. Schnee (minus 40 Prozent), so dass die Talsperren des Ruhrverbands an insgesamt fünf Tagen im Dezember und Januar Zuschuss leisten mussten, um den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabfluss in der Ruhr am Kontrollquerschnitt Villigst aufrechtzuerhalten.
Erst in der zweiten Februarhälfte setzten ergiebige Niederschläge ein, die zu einem Plus von elf Prozent gegenüber dem langjährigen Monatsmittel und (in Verbindung mit der Schneeschmelze) zu einer jahreszeittypisch erhöhten Wasserführung in der Ruhr und ihren Nebengewässern sowie dem zeitweisen Überschreiten des Informationswerts 1 für Hochwasser an zwei Gewässerpegeln entlang der oberen und mittleren Lenne führte.
Im Gesamtfüllstand der Talsperren machten sich die ausbleibenden Niederschläge der ersten beiden Wintermonate deutlich bemerkbar: Bei 69,6 Prozent vom Vollstau lag er zu Winterbeginn am 1. Dezember 2025 und nahm in den Folgewochen nur sehr langsam zu. Noch Mitte Februar wurde mit 78,9 Prozent ein für die Jahreszeit außergewöhnlich niedriger Füllstand verzeichnet. In den beiden letzten Wochen des Monats konnte dann allerdings ein deutlicher Einstau der Talsperren um insgesamt rund 33 Millionen Kubikmeter Wasser erfolgen, so dass der Gesamtfüllstand am 28. Februar 2026 mit 85,9 Prozent nahe dem Durchschnitt für die Jahreszeit lag.
Auch wenn es vielen in den frostigen Januartagen nicht so vorgekommen sein mag: Der Winter 2025/26 war im Einzugsgebiet der Ruhr mit einer mittleren Temperatur von 2,9 Grad Celsius gegenüber dem Referenzzeitraum 1991 bis 2020 zu warm (um 1,2 Grad). Nur der Januar war kälter als im langjährigen Mittel, Dezember und Februar hingegen deutlich wärmer. Es war damit der 13. Winter in Folge, der im Ruhreinzugsgebiet zu warm war.
Der Ruhrverband – ein operatives Unternehmen der Wasserwirtschaft
Der Ruhrverband ist ein öffentlich-rechtliches Wasserwirtschaftsunternehmen ohne Gewinnerzielungsabsichten. Sowohl beim Betrieb seiner Talsperren, die die Wasserversorgung von 4,6 Millionen Menschen sicherstellen, als auch bei der Abwasserreinigung für 60 Städte und Gemeinden im Einzugsgebiet von Ruhr und Lenne stehen Mensch und Umwelt im Zentrum seines Handelns, ohne dabei das Gebot der Wirtschaftlichkeit zu vernachlässigen.
Die Ruhr und ihre Nebenflüsse werden unabhängig von politischen Verwaltungseinheiten als Einheit betrachtet und bewirtschaftet. Dieses Flussgebietsmanagement schafft einen fairen Ausgleich zwischen den diversen Nutzungen und Interessen an den Flüssen und Seen. Das spart Kosten und dient, wie von der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie gefordert, dem Umweltschutz und dem Allgemeinwohl.
Der Ruhrverband nimmt im 4.478 Quadratkilometer großen Flussgebiet der Ruhr folgende Aufgaben wahr: Wasserversorgung, Wasserabfluss, Abwasser und Wasserwirtschaft.
www.ruhrverband.de
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