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Dietz, der den Inbegriff der Loyalität im Profisport verkörpert, brachte als gelernter Schmied die klassische Malocher-Mentalität des Ruhrgebiets auf den Rasen. Seinen Legendenstatus erarbeitete er sich spätestens ab dem Jahr 1970, als er ein anfängliches Grundgehalt von 1.200 D-Mark verdiente. Anschließend hielt er dem MSV Duisburg jahrelang im ständigen Abstiegskampf die Treue. Deshalb nannten die Anhänger die „Zebras“ liebevoll den „MSV Dietzburg“. Seinen Spitznamen „Ennatz“ verdankt Dietz hingegen einem Nachbarsmädchen, das seinen Vornamen in der Jugend nicht richtig aussprechen konnte.
Ein Offensivdrang und historische Bestmarken
Dietz agierte in erster Linie als linker Außenverteidiger, doch er zeichnete sich, inspiriert von Günter Netzer und Wolfgang Overath, auch durch seinen Offensivdrang aus. So kam es, dass er mit insgesamt 70 Bundesligatoren nach Ronny Worm bis heute der zweiterfolgreichste Torschütze beim MSV Duisburg ist. Und am 5. November 1977 stellte Dietz bei einem 6:3 gegen den FC Bayern München mit vier Treffern einen Rekord für einen Verteidiger in der Bundesliga auf. Dieser ist übrigens nach wie vor unerreicht. Wenig überraschend stellte die von Dietz ausgestrahlte Torgefahr die Gegner regelmäßig vor unlösbare taktische Probleme.
Der Europameistertitel von 1980 als DFB-Kapitän
Dietz ist also bis heute eine der prägendsten Figuren in der langen Geschichte der „Zebras“. Doch auch auf internationaler Ebene hinterließ „Ennatz“ tiefe Spuren, avancierte er doch zum Duisburger Rekordnationalspieler. Genauer gesagt bestritt er von 1974 bis 1981 53 Länderspiele für Deutschland. Im Nationaltrikot blieb ihm ein eigener Torerfolg verwehrt.
Doch nach dem Rücktritt von Sepp Maier übernahm er 1979 das Kapitänsamt, welches er 19-mal ausfüllte. So führte er etwa im Jahr 1980 die DFB-Auswahl bei der EM in Italien als Spielführer zum Titel. Bei der Ehrung nach dem Finalsieg in Rom gegen Belgien übermannte ihn die Euphorie derart, dass er die belgische Königin Fabiola schlichtweg übersah. Diesen Vorfall empfand er später selbst als ziemlich peinlich.
Wie Dietz gegenüber dem MSV Duisburg sein Wort hielt

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Nach dem Ende seiner aktiven Karriere engagierte sich die Vereinsikone selbst in den schwierigsten Krisenzeiten als Trainer und Vorstandsmitglied für die Meidericher. Jahrzehnte danach wurde die Bedeutung dieser außergewöhnlichen Fußballlegende durch Ehrungen untermauert:
- Im Jahr 2025 erfolgte etwa seine Aufnahme in die „Hall of Fame des deutschen Fußballs“ des Deutschen Fußballmuseums.
- Im selben Jahr ernannte ihn der DFB zum Ehrenspielführer; damit reihte sich Dietz neben Ikonen wie Fritz Walter und Franz Beckenbauer ein.
- Im Jahr 2010 wählten ihn die Anhänger offiziell zu einer Legende des MSV, bei dem seine Frau Petra bis heute eine lebenslange Dauerkarte an der Wedau besitzt.
cmsFoto : Adnan G. Köse / Duisburg Kontor (1), Elmar J. Lordemann (ElLo579) / CC BY-SA 2.0 de (1)
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