
__________________________
„Das neue Umspannwerk ist das Ergebnis langfristiger Planung und ein Beispiel für die erheblichen Investitionen in die Infrastruktur unserer Stadt. Wir brauchen diese zusätzliche Infrastruktur, weil Strom für immer mehr Anwendungen zum zentralen Energieträger wird – in den Haushalten genauso wie in Gewerbe und Industrie“, sagt Andreas Massing, Geschäftsführer der Netze Duisburg. „Unser Stromnetz muss mit dieser Entwicklung Schritt halten. Deshalb bauen wir es in den kommenden Jahren mit hoher Geschwindigkeit weiter aus.“

____________________________
Verteilnetz wird massiv ausgebaut
Damit das Netz der Nachfrage standhält und der Strom entsprechend verteilt werden kann, bauen die Netze Duisburg die Infrastruktur seit einigen Jahren massiv aus. Das Stromnetz in Duisburg umfasst heute mehr als 5.000 Kilometer Leitungen auf drei Spannungs- und zwei Umspannebenen. Nach derzeitiger Planung müssen zwei weitere Umspannwerke und rund 900 neue Netzstationen errichtet sowie mehr als 2.500 Kilometer neue Stromleitungen verlegt werden, um mit dem prognostizierten Strombedarf in der Stadt in den kommenden Jahren und Jahrzehnten zu wachsen. Zum Vergleich: Die Gesamtlänge aller Gemeindestraßen in Duisburg beträgt rund 1.900 Kilometer.
Allein in den kommenden fünf Jahren bis 2031 investieren die Netze Duisburg 200 Millionen Euro in das Duisburger Stromnetz. „Wir bauen heute die Infrastruktur, die Duisburg in den kommenden Jahrzehnten benötigt. Das wird an vielen Stellen in der Stadt sichtbar sein und zahlreiche Baustellen mit sich bringen. Diese sind aber zwingend notwendig, damit Wärmepumpen, Wallboxen, PV-Anlagen und Gewerbeansiedlungen überhaupt möglich sind“, sagt Andreas Massing.
Spitzenlast erreicht Kapazitätsgrenze
Auch wenn das Verteilnetz in der Stadt bereits deutlich ausgebaut wird, erreicht die Spitzenlast inzwischen ihre Kapazitätsgrenze. Denn der Strom wird nicht vor Ort erzeugt, sondern über Hochspannungsleitungen aus dem vorgelagerten Übertragungsnetz des Betreibers Amprion an zwei Übergabepunkten in das Duisburger Netz eingespeist.
Die derzeit zur Verfügung stehende Spitzenlast von 400 Megavoltampere (MVA) wird sich langfristig mehr als verdoppeln müssen, um den prognostizierten Bedarf zu decken. Entsprechende Vorhaben für zusätzliche Einspeisepunkte koordinieren die Netze Duisburg mit dem vorgelagerten Übertragungsnetzbetreiber.
Bereits heute lässt sich die dynamische Entwicklung an der Nachfrage nach neuen Netzanschlüssen beobachten. So steigt die Zahl der Anträge für die Bereitstellung neuer Leistung seit einigen Jahren konstant an. Die Herausforderung liegt dabei nicht allein in der Strommenge. Entscheidend ist, welche maximale Leistung das Netz zu einem bestimmten Zeitpunkt bereitstellen können muss. Insbesondere leistungsstarke neue Anschlüsse lassen sich nur realisieren, wenn die Netzkapazität vorhanden ist. „Je früher wir von größeren Vorhaben wissen, desto besser können wir sie in unserer Netzplanung berücksichtigen“, sagt Andreas Massing. „Das gilt für neue Wohnquartiere ebenso wie für Gewerbe- und Industrieprojekte. Wir empfehlen Bauherren, Projektentwicklern und Unternehmen deshalb, frühzeitig mit konkreten Leistungsdaten auf uns zuzukommen.“
Vergabeverfahren für Großprojekte
Für Großprojekte wie Rechenzentren, Batteriespeicher oder Schnell-Ladeparks, die mehr als fünf Megavoltampere (MVA) benötigen, haben die Netze Duisburg 2024 ein standardisiertes Vergabeverfahren eingeführt, um eine transparente und diskriminierungsfreie Zuteilung sicherzustellen. Neben der direkten Anschlussmöglichkeit werden dabei auch flexible oder regelbare Netzanschlüsse sowie eine anteilige Verteilung berücksichtigt.
„Die Energiewende stellt Duisburg wie alle Städte vor die Herausforderung einer künftig massiv höheren Nachfrage an Stromlasten. Deshalb sind der planmäßige Ausbau, schnelle Genehmigungsverfahren und der Vorrang für Infrastrukturprojekte so wichtig“, erklärt Andreas Massing.
Netze Duisburg
Die Netze Duisburg GmbH sind der örtliche Messstellenbetreiber für Duisburg. Zu den Kernaufgaben gehören die Planung, der Betrieb, der Ausbau und die Instandhaltung der Versorgungsnetze Strom, Gas, Wasser und Fernwärme im Duisburger Stadtgebiet. Fast 700 Mitarbeiter betreuen ein Netz von über 9.200 Kilometern Länge. Das Unternehmen wurde am 1. Januar 2007 unter dem Namen Stadtwerke Duisburg Netzgesellschaft mbH gegründet. Seit 2014 firmiert die 100-prozentige Tochter der Stadtwerke Duisburg AG als Netze Duisburg GmbH.
www.netze-duisburg.de
Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV)
Fotos: Daniel Tomczak / DVV (1), Netze Duisburg (1)
Entdecke mehr von Rundschau Duisburg
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.
Sie muessen eingeloggt sein um einen Kommentar zu schreiben Einloggen