„Journalismus macht Schule“ (JmS) startet neues Projekt mit dem Ministerium für Schule und Bildung NRW:

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Ein zentrales Element des Projekts ist die Zusammenarbeit mit Journalisten und Redaktionen. Im Rahmen von Schulbesuchen kommen die Journalisten mit Schülern ins Gespräch, geben dabei Einblick in ihre Arbeit und klären über journalistische Arbeitsweisen wie z.B. Recherche und Quellenanalyse auf, die mittlerweile zu den Grundfertigkeiten der Allgemeinbildung zählen, die Schule vermitteln muss.
Ergänzt wird das Angebot durch Workshops, Schulungen für Lehrkräfte und Journalisten und praxisnahe Materialien, die auf die besonderen Bedarfe von Startchancenschulen zugeschnitten sind.
„Kinder und Jugendliche wachsen heute in einer Medienwelt auf, in der sich Fakten, Meinungen und gezielte Irreführung oft kaum unterscheiden lassen. Wer Informationen einordnen und Quellen prüfen kann, stärkt nicht nur die eigene Urteilskraft, sondern auch unsere Demokratie. Mit dem Projekt ‚Journalismus macht Schule‘ bringen wir diese Kompetenz gezielt an Startchancen-Schulen und erreichen junge Menschen dort, wo das Startchancen-Programm Bildungsgerechtigkeit unterstützt und Schulen zusätzliche Ressourcen für ihre wichtige Arbeit erhalten“, erklärt Schulministerin Dorothee Feller.
„Junge Menschen sind weitgehend auf sich allein gestellt, wenn sie sich mit unserer zunehmend komplexen digitalen Informationswelt auseinandersetzen. Nachrichten- und Informationskompetenz sind daher eine unerlässliche Voraussetzung für ihr Selbstvertrauen und ihre Teilhabe an einer demokratischen Gesellschaft. Gerade Startchancenschulen stehen vor der Aufgabe, Schülerinnen und Schülern in diesem Bereich besonders zu fördern. Unser Projekt unterstützt sie dabei praxisnah und ohne zusätzlichen Aufwand“, sagt Juliane von Reppert-Bismarck von Lie Detectors, die den 2. Vorsitz bei JmS innehaben.
Weitere Informationen zum Projekt finden sich unter https://journalismus-macht-schule.org/startchancen-nrw/.
Bereits seit 2022 bieten JmS und zahlreiche Mitglieder des Vereins – darunter die Reporterfabrik und Lie Detectors – Journalistenbesuche sowie Fortbildungen für Multiplikatoren in NRW an. Diese Angebote bleiben auch über das neue Startchancenprogramm hinaus für Schulen bestehen.
Die Initiative in Nordrhein- Westfalen wird vom Ministerium für Schule und Bildung des Landes gefördert und in Kooperation mit der Landesanstalt für Medien NRW umgesetzt. Der Deutsche Journalisten-Verband NRW unterstützt das Projekt durch die Bereitstellung eines Arbeitsplatzes.
Journalismus macht Schule (JmS) ist die bundesweite Initiative zur Förderung der Nachrichtenkompetenz an Schulen. Unser Ziel ist es, Schüler zu befähigen, sich möglichst umfassend und ausgewogen über das Zeitgeschehen zu informieren. Dafür vermitteln wir Schulbesuche von Journalisten, bringen die verschiedenen Akteuren auf dem Feld zusammen und machen Lobbyarbeit in Medien und Politik.
Seit 2022 ist „Journalismus macht Schule“ ein eingetragener, gemeinnütziger Verein und wird aktuell im Vorstand von Klaus Ott (Vorsitzender), Lie Detectors und Florian Nuxoll (Schatzmeister) vertreten.
21 Duisburger Schulen sind Startchancenschulen
Startchancenschulen sind Schulen mit einem hohen Anteil sozial benachteiligter Schülerinnen und Schüler, die im Rahmen des bundesweiten, 10-jährigen Startchancen-Programms gezielt gefördert werden. Dafür erhalten die Schulen Ressourcen für bessere Infrastruktur, bedarfsgerechte Fördermaßnahmen und zusätzliches pädagogisches Personal. Das Ziel des Programms ist die Förderung der Basiskompetenzen und eine größere Bildungsgerechtigkeit.
Journalismus macht Schule e.V.
Foto: Robert Kiehn
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