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Für Kunst- und Kulturprojekte in den Kreativ.Quartieren des Ruhrgebiets stellt das Land NRW in diesem Jahr rund eine Million Euro zur Verfügung. Dazu Kulturministerin Ina Brandes: „Mit dem Förderprogramm werden Möglichkeiten für Künstler geschaffen, sich lokal zu engagieren und den Menschen zu beweisen, welchen positiven Einfluss Kunst und Kultur auf die Wohn- und Lebensqualität im Ruhrgebiet haben kann.“ Ziel des Förderprogramms ist es, urbane Freiräume für Kreative zu stärken und nachhaltige Impulse für eine kreative Stadtentwicklung zu setzen. Kreativ.Quartiere Ruhr unterstützt den Aufbau langlebiger Strukturen – von kulturellen Programmen über Produktionsstätten, Co-Working-Spaces und Kulturlabore bis hin zur langfristigen Verankerung von Kreativ- und Kulturschaffenden im Quartier.
Für das Förderjahr 2026 waren zehn Kreativ.Quartiere antragsberechtigt: Bochum Viktoria.Quartier, City Nord.Essen, Dortmund Unionviertel, Kreativquartier Ruhrort (Duisburg), Gelsenkirchen Ückendorf, Hagen Wehringhausen, Hamm.Mitte, Oberhausen.Mitte, Unna Lindenviertel, Witten Wiesenviertel. Eine Fachjury wählte aus allen Bewerbungen 35 Projekte aus, die jetzt starten und fortan vom RVR betreut werden. Zu den ausgewählten Vorhaben zählen u. a. das Improve Yourself Dance Festival von Cypher 44 e.V. im Bochumer Viktoria.Quartier, das interdisziplinäre Kunstprojekt „Polyphonia – Stimmen der Stadt“ im Dortmunder Unionviertel, das B63 mit dem Vorhaben „Wilma tanzt“ im Zentrum für Stadtkultur im Wittener Wiesenviertel sowie „Carmina Nova“ im Kreativ.Quartier Hamm.Mitte sowie sechs Projekte in Ruhrort.
Weitere Informationen unter https://kreativ-quartiere.rvr.ruhr.
Regionalverband Ruhr (RVR)
Der Regionalverband Ruhr (RVR) als Zusammenschluss von elf kreisfreien Städten und vier Kreisen hat den gesetzlichen Auftrag, die Gestaltung des Ruhrgebiets voranzutreiben. Er wurde am 5. Mai 1920 als Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk (SVR) gegründet und hat somit im Jahr 2020 sein 100-jähriges Bestehen gefeiert. Sein erster Verbandsdirektor Robert Schmidt (1869-1934) gilt als der Vater der Regionalplanung. Er legte bereits 1912 einen Generalsiedlungsplan für das Ruhrgebiet vor, der später Grundlage für die überörtliche Planung von regionalen Grünzügen, Verbandsstraßen wie dem Ruhrschnellweg und den Revierparks werden sollte. Seit April 2024 ist Garrelt Duin als Regionaldirektor des Verbandes Nachfolger von Karola Geiß-Netthöfel, die die Geschicke des Verbandes von 2011 bis 2024 leitete.
Die gesetzliche Zuständigkeit des Verbandes für die Landesplanung fürs Ruhrgebiet wurde 1975 eingeschränkt, als Staatliche Regionalplanung jedoch 2009 zurück übertragen. Damit endete die drei Jahrzehnte dauernde planerische Dreiteilung des Ruhrgebiets (auf die Regierungsbezirke Düsseldorf, Münster und Arnsberg). Verbunden mit Änderungen des Gesetzes über den Verband änderte sich auch sein Name: 1979 wurde der SVR in Kommunalverband Ruhrgebiet (KVR) umbenannt, seit 2004 heißt der Verband Regionalverband Ruhr (RVR). Das Jubiläumsjahr 2020 war gleichzeitig das Jahr, in dem zum ersten Mal das Ruhrparlament als Verbandsversammlung von den Bürgern der Metropole Ruhr direkt gewählt wurde. Es beschließt über die Arbeit des Verbandes.
Rund 480 Mitarbeiter des Regionalverbandes Ruhr (RVR) planen und entwickeln die Region, managen Infrastrukturprojekten wie Route Industriekultur und Emscher Landschaftspark, das regionale Radwegenetz sowie Wald- und Grünflächen. Auf allen relevanten regionalen Handlungsfeldern agiert der Verband entweder als Netzwerker, Koordinator, Impulsgeber, Dienstleister oder Projektträger für das Ruhrgebiet. Ziel ist es, die grünste Industrieregion der Welt zu werden. Zu seinen wichtigsten Gesellschaften gehören u .a. die Ruhr Tourismus GmbH (RTG) und die Business Metropole Ruhr GmbH (BMR).
Regionalverband Ruhr (RVR)
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