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Gewerkschaftsbund setzt Rentenkommission ein: Experte der Uni Duisburg-Essen leitet Themenlabor

 
Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat die Einrichtung einer eigenen Rentenkommission beschlossen – vier thematische Labore werden mit entsprechenden Experten besetzt. Prof. Dr. Martin Brussig aus dem Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen wird das Labor „Sozial abgesicherte Übergänge“ leiten.

Foto: Alexa (alexas_fotos) / pixabay.
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Im Mittelpunkt stehe eine starke gesetzliche Rentenversicherung, die für alle eine solide Basis der Alterssicherung bieten solle, meldet der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB). Ergänzend sollen kollektive Formen der betrieblichen Altersversorgung sowie Elemente des sozialen Ausgleichs weiterentwickelt werden: Insbesondere Aspekte wie geschlechtsspezifische Nachteile im Erwerbsleben, Sorgearbeit sowie gesundheitlich bedingte Einschränkungen bis hin zum vorzeitigen Ausscheiden aus dem Arbeitsleben wird die Kommission näher beleuchten.

Zur inhaltlichen Vertiefung wird die Kommission vier thematische Labore einsetzen: Prof. Dr. Martin Brussig aus dem Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE) wird den Bereich leiten, der sich mit sozial abgesicherten Übergängen von der Arbeit in die Rente beschäftigt.

Der Arbeitswissenschaftler beobachtet in seinem Forschungsprojekt „Altersübergangs-Monitor“ bereits seit über 20 Jahren den Übergang zwischen der Erwerbs- und der Ruhestandsphase. Soeben ist sein neuer Altersübergangs-Report zum Thema „Erwerbstätigkeit im Rentenbezug“ erschienen. „Die Verlängerung der Erwerbsphasen wirft das Problem abgesicherter Übergänge mit neuer Schärfe auf, denn nicht alle werden die steigenden Altersgrenzen aus einer Beschäftigung heraus erreichen. Hier braucht es neue Ideen, um Übergänge in die Rente abzusichern, daher freue ich mich auf die Arbeit mit den anderen Experten dieser Arbeitsgruppe“, so Brussig.

Die konstituierende Sitzung der DGB-Rentenkommission ist für Ende Februar / Anfang März 2026 geplant. Eine Zwischenbewertung der Arbeiten erfolgt im späten Frühjahr, die Abschlussklausur im Sommer 2026. Anschließend ist eine zeitnahe Veröffentlichung des Abschlussberichts geplant.

 
Universität Duisburg-Essen (UDE)
Die Universität Duisburg-Essen wurde am 1. Januar 2003 durch die Fusion der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg und der Universität-Gesamthochschule Essen (beide 1972) gegründet. Sie gehört mit rund 40.000 Studenten aus 130 Nationen zu den – nach Studentenzahlen – zehn größten deutschen Universitäten. Sie verfügt über ein breites, international ausgerichtetes Fächerspektrum. Sie ist ein Zentrum der nanowissenschaftlichen und biomedizinischen Forschung sowie der Lehrerausbildung in NRW und bietet mehr als 240 Bachelor- und Masterstudiengänge an. Nach dem Times Higher Education (THE) Ranking belegte die Universität Duisburg-Essen unter den Hochschulen 2020 den 194. Platz weltweit.
www.uni-due.de
Universität Duisburg-Essen (UDE)
Foto: Alexa (alexas_fotos) / pixabay

 

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