Anzeige

Vorbildliche Bauten: Landespreis für Architektur geht nach Duisburg und Essen

 
Auszeichnung vorbildlicher Bauten in Nordrhein-Westfalen 2025: 25 Bauwerke werden ausgezeichnet

 

Das neue Recyclingzentrum Mitte an der Vygenstraße 6 in Duisburg-Hochfeld von oben. Foto: WBD.
______________________________________________
Jeweils ein Bauprojekt aus Duisburg und Essen erhält vom Land NRW die „Auszeichnung vorbildlicher Bauten in Nordrhein-Westfalen“. Der Betriebshofs Hochfeld – Recyclingzentrum Duisburg-MItte wird für die Weiterentwicklung einer industriellen Brachfläche gewürdigt, auf der ein moderner Recyclinghof mit Tonnenlager, Wertstoff-Umladebereich sowie Flächen für betriebliche Funktionen entstanden ist. Im öffentlich zugänglichen Bereich des Recyclingzentrums wurde unmittelbar neben dem Foyer im Erdgeschoss der „R(h)einladen“ integriert, in dem aufbereitete, wiederverwertbare Gegenstände zum Verkauf angeboten werden. Aus Sicht der Jury stellt die Erweiterung des Recyclingzentrums im Stadtteil Hochfeld eine überzeugende architektonische Antwort auf die Anforderungen einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft dar.

Auf einer öffentlichen, naturnahen Grünfläche in Essen-Rüttenscheid ist unter dem Titel „Lernen im Park“ mit einem dreigeschossigen Rochadegebäude ein flexibler Interimsbau für verschiedene Schulen entstanden, der zugleich zukunftsoffen für weitere kommunale Nutzungen angelegt ist. Der kompakte, kubische Baukörper überzeugte die Jury durch ein präzises Nutzungskonzept und eröffnet vielfältige Möglichkeiten zur Gestaltung wandelbarer Lern- und Aufenthaltsräume. Das Projekt demonstriere, wie temporäre Architektur zugleich anspruchsvoll, funktional und ressourcenschonend sein kann.

 
Die „Auszeichnung vorbildlicher Bauten in Nordrhein-Westfalen“ wird alle fünf Jahre durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen an die besten Bauwerke und Objekte der jeweiligen Periode vergeben. Dieses Jahr wird der Landespreis zum zehnten Mal vergeben. Insgesamt 25 neue oder erneuerte Gebäude und Freiraumgestaltungen aus ganz Nordrhein-Westfalen erhalten die „Auszeichnung vorbildlicher Bauten in Nordrhein-Westfalen 2025“. Die festliche Preisverleihung wird am 9. Februar 2026 im Düsseldorfer Kunstmuseum K21 stattfinden.

„Die Auszeichnung für vorbildliche Bauten feiert in diesem Jahr Jubiläum. Zum zehnten Mal wird in diesem Jahr der Preis vergeben, der sich zu einem begehrten Siegel entwickelt hat. Der Preis zeigt vor allem auch eines: Bauen ist mehr, als Steine aufeinanderzusetzen – Bauen ist Kultur. Ich gratuliere allen Preisträgern sehr herzlich“, sagt Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung.

Die Bandbreite der „vorbildlichen Bauten“ der vergangenen fünf Jahre reicht vom großen öffentlichen Bauwerk über Wohnsiedlungen und Bürokomplexe bis zu Freiraumgestaltungen und kleinen privaten Wohnhäusern. Für den Präsidenten der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen ist das Auszeichnungsverfahren stets auch ein Spiegel aktueller Trends im Planen und Bauen. Insgesamt waren 159 Bauten zu dem Auszeichnungsverfahren eingereicht worden.

„Viele der ausgewählten Projekte unterstützen das soziale Miteinander in unseren Städten und Gemeinden oder stellen Weiterentwicklungen innerhalb des Gebäudebestands dar. Besonders erfreulich ist es, dass etwa die Hälfte der ausgewählten Projekte aus dem Bereich des geförderten Wohnungsbaus stammen“, so Ernst Uhing, Präsident der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen.

„Die vorgeschlagenen Arbeiten wiesen durchweg ein hohes Niveau auf, sodass der Jury die Auswahl nicht leicht gemacht wurde“, so Dipl.-Ing. Martin Bez von bez+kock architekten und Jury-Vorsitzender.

Die 25 ausgezeichneten Bauten stehen in folgenden 16 Kommunen in Nordrhein-Westfalen: Aachen, Alfter, Duisburg, Düsseldorf, Emsdetten, Erftstadt, Essen, Gummersbach, Hamminkeln, Hennef, Ibbenbüren, Köln, Leichlingen, Münster, Wadersloh und Wuppertal.

Erweiterung Betriebshof Hochfeld – Recyclingzentrum Mitte in Duisburg
Architektur: sgp Hachtel Bauer GmbH architekten BDA, Bonn
Bauherr*in: Wirtschaftsbetriebe Duisburg – AöR
Jurybegründung (Auszug): „Für die Wirtschaftsbetriebe Duisburg AöR galt es, den bestehenden Betriebshof in zwei Bauabschnitten funktional und wirtschaftlich weiterzuentwickeln. Auf einer zuvor brachliegenden Industriefläche entstand ein moderner Recyclinghof mit Tonnenlager, Wertstoff-Umladebereich sowie Flächen für betriebliche Funktionen. Im öffentlich zugänglichen Bereich des Recyclingzentrums wurde unmittelbar neben dem Foyer im Erdgeschoss der „R(h)einladen“ integriert, in dem aufbereitete, wiederverwertbare Gegenstände zum Verkauf angeboten werden. [..] Die neuen baulichen Elemente überzeugen sowohl städtebaulich durch ihre klare Positionierung und Proportionen als auch gestalterisch durch die Bezugnahme auf industrielle Architektursprache. [..] Aus Sicht der Jury stellt die Erweiterung des Recyclingzentrums im Stadtteil Hochfeld eine überzeugende architektonische Antwort auf die Anforderungen einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft dar.“
Architektenkammer NRW
Foto: Wirtschaftsbetriebe Duisburg

 

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Entdecke mehr von Rundschau Duisburg

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Sie muessen eingeloggt sein um einen Kommentar zu schreiben Einloggen